Mehr Überblick. Fahrer des neuen Actros werden von Kameras unterstützt. Foto: promo
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Neuer Schwerlaster Actros Daimler verspricht mehr Lkw-Sicherheit

Der größte Lkw-Hersteller feiert eine "Weltpremiere“ in Berlin. Daimlers Schwerlaster Actros kann teilweise autonom fahren - und soll den Verkehr sicherer machen.

Großer Bahnhof für ein großes Fahrzeug: Mercedes-Benz hat am Mittwoch in Berlin bei einer „Weltpremiere“ das neueste Modell seines Schwerlasters „Actros“ vorgestellt. Für den weltgrößten Lkw-Bauer ist das Top-Modell ein Symbol: Seit dem Marktstart im Jahr 1996 verkaufte sich der „Actros“ weltweit rund 1,2 Millionen Mal. Die Präsentation auf dem Marlene-Dietrich-Platz am Potsdamer Platz ging der Vorstellung des größten aller Daimler-Fahrzeuge auf der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover voraus, die vom 20. bis 27. September stattfindet.

Ein gut ausgestatteter Actros kostet 100.000 Euro

Der Stuttgarter Pkw- und Nutzfahrzeughersteller feiert den neuen „Actros“ als Flaggschiff seiner Lkw-Flotte, das mit mehr als 60 Innovationen vollgepackt wurde – darunter erstmals in einem Serien-Lkw mit einem Assistenten für teilautomatisiertes Fahren. Auch die Sicherheit soll sich verbessert haben. Das jüngste Modell, das ab Frühjahr 2019 an Kunden ausgeliefert wird, kann in allen Geschwindigkeitsbereichen selbstständig bremsen, Gas geben und lenken. Der Fahrer trägt dabei weiterhin die Verantwortung für die Überwachung des Verkehrsgeschehens. Derart ausgestattet mache der neue Actros „das Logistikgeschäft deutlich sicherer für alle Verkehrsteilnehmer und effizienter für unsere Kunden“, sagte Stefan Buchner, Chef der Mercedes-Lkws. Ein gut ausgestatteter Actros für den Fernverkehr kostet nach Daimler-Angaben rund 100 000 Euro.

So sieht er aus. Der Actros wurde auf dem Potsdamer Platz vorgestellt. Foto: Sokolow/dpa Vergrößern
So sieht er aus. Der Actros wurde auf dem Potsdamer Platz vorgestellt. © Sokolow/dpa

Der Schwerlaster, der bislang mit Euro VI-Dieselmotoren bis 625 PS ausgestattet werden kann, verfügt optional über einen neuen Abbiegeassistenten. Nach zahlreichen schweren Unfällen, bei denen Fußgänger und Fahrradfahrer von abbiegenden Lkw überrollt wurden, hatte die Bundesregierung kürzlich die „Aktion Abbiegeassistent“ ins Leben gerufen. So soll die Verbreitung der Assistenz-Systeme in Deutschland beschleunigt werden. Der Premierenort Berlin wurde deshalb nicht zufällig gewählt: Weil das Thema für Vertreter der Politik von hoher Relevanz sei, „haben wir uns entschieden, die Premiere in der Hauptstadt zu feiern“, sagte eine Sprecherin.

Mehr Sicherheit soll im neuen Actros auch eine bessere Rundumsicht für die Fahrer bieten: Haupt- und Weitwinkelspiegel wurden durch eine „Mirror-Cam“ ersetzt. Sie besteht aus zwei außen am Lkw angebrachten Kameras und zwei Displays im Fahrerhaus.

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