Wo Autos ihren Ursprung nehmen. Blick in das Opel-Entwicklungszentrum, wo Triebwerke mit einem Schwebekissen in die Prüfstände einfahren und technisch auf Tests vorbereitet werden. Foto: Andreas Liebscher/Opel/dpa
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Möglicher Angriff auf ein Herzstück Wird der Opel-Eigner PSA vom Hoffnungsträger zum Totengräber?

Das technische Entwicklungszentrum von Opel soll zerschlagen werden - diese Strategie beschädigt das Traditionsunternehmen massiv. Ein Kommentar.

Ende Mai sah es so aus, als ob man sich bei Opel endlich auf die Arbeit konzentrieren könnte. Mit dem Betriebsrat hatte sich die Geschäftsleitung auf einen sozialverträglichen Personalabbau verständigt, der ausschließlich über freiwillige Programme erfolgt. Kündigungen und Werkschließungen sind bis 2023 vom Tisch. Doch jetzt droht der Betriebsrat mit Arbeitskampf. Er ist zu Recht empört. Ein Herzstück des Unternehmens – das technische Entwicklungszentrum – soll zerschlagen werden, 4000 Experten sollen unter das Dach eines anderen Unternehmens schlüpfen. Opel versucht die Aufregung zu dämpfen. Alle Modelle würden weiter in Rüsselsheim entwickelt. Es hilft wenig: Die Strategie des neuen Opel-Eigners PSA und von Konzernchef Carlos Tavares beschädigt das deutsche Traditionsunternehmen massiv. Beschäftigte haben zu Tausenden die Abfindungsangebote angenommen. Potenzielle Käufer machen einen Bogen um die Modelle mit dem Blitz. Sieben Prozent weniger Neuzulassungen im ersten Halbjahr sprechen eine deutliche Sprache. Wenn es so weitergeht, entpuppt sich der Hoffnungsträger PSA als Totengräber. Warum haben die Franzosen dann Opel überhaupt gekauft?

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