Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns BASF. Uwe Anspach/dpa
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Martin Brudermüller BASF-Chef: Vermeidung von Plastikmüll Sache der Verbraucher

Kunststoff sei ein hervorragendes Material, so der BASF-Chef. Für die Müll-Berge seien vor allem diejenigen verantwortlich, die den Müll achtlos wegwerfen.

Bei der Vermeidung von Plastikmüll sind nach Ansicht von BASF-Chef Martin Brudermüller in erster Linie nicht die Produzenten gefragt, sondern die Verbraucher. „Es handelt sich vor allem um ein Fehlverhalten derjenigen, die ihren Müll achtlos wegwerfen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Samstag). „Die Lösung des Problems hat viel mit gesellschaftlicher Verantwortung und der Erziehung zum Mülltrennen und Recyceln zu tun.“

Kunststoff sei „an sich ein hervorragendes Material“, sagte Brudermüller. „Es hat viele Vorteile und ist aus unserem Leben kaum wegzudenken.“ Der BASF-Konzern ist ein großer Hersteller von Kunststoffen. Sein Unternehmen verfolge Recycling-Verfahren, um Plastikmüll zu Öl zu verarbeiten und daraus wieder Kunststoffe für Kleidung oder Bauteile herzustellen. „Und dies ohne Einbußen von Qualität“, sagte Brudermüller.

Mehrere Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jedes Jahr in die Weltmeere. Als besonders problematisch gilt Mikroplastik. Der Kunststoff gefährdet Tiere und kann über die Nahrungskette auch die Gesundheit von Menschen beeinträchtigen. (epd)

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