Etwa 4000 Berliner Beschäftigte sind zum Warnstreik aufgerufen Foto: Stefan Sauer/dpa
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Laufende Tarifrunde Warnstreik bei Vattenfall

Leonhard Rosenauer
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Beim Energieversorger Vattenfall kommt es zu einem zweiten Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Die Gewerkschaft Verdi warnt vor den Konsequenzen.

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte des Energieversorgers Vattenfall und der Stromnetz Berlin an allen Berliner Standorten zu einem Warnstreik aufgerufen. Am morgigen Freitag soll die Arbeit ganztägig niedergelegt werden. Wegen des Streiks könne es zu erheblichen Einschränkungen bei der Bearbeitung von Kundenanfragen kommen. Außerdem sei im Falle von Netzproblemen mit deutlichen Verzögerungen bei der Entstörung zu rechnen, warnt Verdi.

Gewerkschaft und Arbeitgeberseite befinden sich seit September in einer laufenden Tarifrunde. Dabei fordert Verdi eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Außerdem soll die Vergütung für Auszubildende deutlich angehoben werden.

Tarifpartner liegen noch weit auseinander

Die Arbeitgeberseite bot für 2018 eine Einkommenserhöhung von 2,7 Prozent an. Ab April 2020 sollen weitere 1,7 Prozent folgen. Die angebotene Vertragslaufzeit beläuft sich damit auf 28 Monate. Verdi-Verhandlungsführer Robin Marks lehnt das als unzureichend ab. Trotz hoher Gewinne hätten die Beschäftigten wiederholt Einsparungen hinnehmen müssen. "Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten mit einer Entgelterhöhung unterhalb der Inflationsrate abgespeist werden sollen", so Marks.

Am 1.November sollen die Verhandlungen in die dritte Runde gehen. Bis dahin hofft die Gewerkschaft auf ein besseres Angebot. Andernfalls steuere Vattenfall auf einen längeren Erzwingungsstreik zu, warnt Verdi.

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