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Die Baumschulwiese. Bis zur A10 sind es lediglich 8 km. Über die A10 besteht direkte Anbindung an den Berliner Flughafen und die Autobahnen nach Hamburg, München, Hannover, Polen. Möglicherweise wird Ketzin auch wieder an das Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Grafik: Leonwert Immobilienmanagement GmbH
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Wohnen im Umland Kleinstadt Ketzin wird immer größer

Drei neue Wohngebiete im südlichen Havelland

Ketzin im südlichen Havelland war bisher so etwas wie ein Geheimtipp. Diese Zeiten sind vorbei. Auch Projektentwickler haben erkannt: In wasserreicher Umgebung mitten im Havelland gelegen und nur zirka 25 Autominuten von Berlin-Spandau entfernt, hat sich Ketzin/Havel zu einem attraktiven Wohnstandort entwickelt. Ketzin zählt zu den am stärksten wachsenden Regionen Deutschlands.

Die „Neubauwerte Vertriebs GmbH“ vermarktet nun siebzig Wohneinheiten und 16 Reihenhäuser. Entwickelt hat das Projekt die „Leonwert“ gemeinsam mit der auf die digitale Vermittlung von Neubau-Eigentumswohnungen in ganz Deutschland spezialisierte Vertriebsgesellschaft – ein Joint Venture von Industria Wohnen und Dr. Lübke & Kelber.

Die Wohneinheiten sind Teil der Quartiersentwicklung Baumschulwiese, die sich aus mehreren Mehrfamilien- und Reihenhäusern unterschiedlicher Nutzungen sowie einer Kita zusammensetzt. Insgesamt umfasst die Vertriebsvereinbarung Immobilien mit einem Umsatzvolumen von rund 29 Mio. Euro.

Die alte Zuckerfabrik in Ketzin (Landkreis Havelland) nach der Revitalisierung. Am 31.12.2017 gab es im gesamten Stadtgebiet 3304 Wohnungen. Foto: Realace Vergrößern
Die alte Zuckerfabrik in Ketzin (Landkreis Havelland) nach der Revitalisierung. Am 31.12.2017 gab es im gesamten Stadtgebiet 3304 Wohnungen. © Realace

Insgesamt realisiert Leonwert bis Mitte/Ende 2023 rund 235 Wohneinheiten innerhalb der Quartiersentwicklung. Neben den von Neubauwerte vertriebenen Einheiten wurden bereits 138 Wohneinheiten im Volumen von 47 Mio. Euro vom offenen Immobilien-Publikumsfonds Fokus Wohnen Deutschland und von Industria Wohnen erworben.

Marc Sahling, Geschäftsführer von Neubauwerte, lässt sich in einer Pressemitteilung so vernehmen: „Die Hauptstadtregion zeichnet sich durch eine sehr hohe Nachfrage nach Wohnraum aus. Viele Büroangestellte werden nach den Erfahrungen des Homeoffice nicht mehr an fünf Tagen pro Woche im Innenstadt-Büro arbeiten und sind daher bereit, auch längere Pendelwege in Kauf zu nehmen.“ Ketzin liegt zwischen Potsdam, Nauen und Brandenburg an der Havel.

Beim Quartier Baumschulwiese handelt es sich um ein nahezu 27000 Quadratmetern großes Mehrgenerationen-Wohnquartier mit variablen Gebäudeformen für vielgestaltige Lebensmodelle sowie unterschiedliche Eigentums- bzw. Vermietungsformen. Leonwert entwickelt dort Mietwohnungen, Reihenhäuser, Service-Wohnungen, Wohngemeinschaften für Menschen mit besonderem Pflegebedarf, Kita, Tagespflege und Sozialstation vor Ort. Die Erschließungsarbeiten begannen im April.

S Immo Germany revitalisiert alte Zuckerfabrik

Direkt am Ufer der Havelstadt wird ein altes Industrieareal revitalisiert. Das in weiten Teilen leerstehende Grundstück einer ehemaligen Zuckerfabrik will der Investor der Investor S Immo Germany zu einem neuen Wohn- und Gewerbegebiet machen. Erste Pläne für das teilweise von einem Kraftfuttermischwerk genutzte Gelände mit seinen Industriedenkmälern und dem Wahrzeichen des Getreidesilos aus den 1960er Jahren sehen die Umwandlung des bisher nicht zugänglichen Areals in ein Wohngebiet mit integrierten gewerblichen Nutzungen vor. Das entsprechende Konzept entwickelten die Architekten des Berliner Immobilienberatungsunternehmens Realace. Der Fokus liegt auf unterschiedliche Wohnformen von Doppelfamilien- und Reihenhäusern bis hin zu städtischen und altersgerechten Wohnungen. Das große Silogebäude ist nach technischen Prüfungen Teil des Gesamtkonzepts. In Bremen wird ein vergleichbares Gebäude auf dem stillgelegten Fabrikgelände einer Produktionsstätte von Kellogs an der Weser in ein Hotel umgewandelt. Im neuen Ketziner Quartier soll das touristische Angebot durch Gastronomie, ein Hotel und eine Wassertankstelle gestärkt werden.

Die Betonhochsilos sind so etwas wie das Wahrzeichen von Ketzin. Auf dem Weg zur Havelstadt, sie liegt etwa 25 km westlich von Potsdam im Brandenburger Landkreis Havelland, sind weithin sichtbar. Wie die Nachnutzung der Getreidespeicher dann tatsächlich aussieht, ist noch entschieden. Grafik: Realace Vergrößern
Die Betonhochsilos sind so etwas wie das Wahrzeichen von Ketzin. Auf dem Weg zur Havelstadt, sie liegt etwa 25 km westlich von Potsdam im Brandenburger Landkreis Havelland, sind weithin sichtbar. Wie die Nachnutzung der Getreidespeicher dann tatsächlich aussieht, ist noch entschieden. © Grafik: Realace

Die S Immo AG hatte das 20 Hektar große Areal im Sommer 2019 gekauft. Etwa 500 Wohneinheiten sind geplant. Es soll hier kein neuer abgeschlossener Stadtteil entstehen, sondern Bestehendes integriert und weitergebaut werden. Der Gedanke, der Stadt Ketzin über tiefe Ufereinschnitte zu einer Wasserstadt zu verhelfen, ist nicht mehr Teil der aktuellen Planungen. Die ehemalige Zuckerfabrik mit Trocknungsgebäude und zwei Hallen steht unter Denkmalschutz. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel für funktionale Industriearchitektur der frühen 30er Jahre. 1892 gebaut hat die Zuckerfabrik einen eigenen Bahnanschluss und einen kleinen Hafen. 1967 wurde aus der Zuckerfabrik ein modernes Kraftfuttermischwerk (VEB Kraftfuttermischwerk Ketzin). Aus dieser Zeit stammen auch die neu erbauten Betonhochsilos.

Ketzin liegt im Süden des Landkreises Havelland zwischen Brandenburg an der Havel (ca. 25 km) und Potsdam (ca. 22 km) am nördlichen Ufer der Havel. Im Gemeindeteil Paretz zweigen der Havelkanal und der Sacrow-Paretzer-Kanal von der Havel ab. Das Stadtgebiet rings um Ketzin ist eine geschützte Naturlandschaft mit einer ausgedehnten Seen- und Bruchlandschaft. Foto: Reinhart Bünger Vergrößern
Ketzin liegt im Süden des Landkreises Havelland zwischen Brandenburg an der Havel (ca. 25 km) und Potsdam (ca. 22 km) am nördlichen Ufer der Havel. Im Gemeindeteil Paretz zweigen der Havelkanal und der Sacrow-Paretzer-Kanal von der Havel ab. Das Stadtgebiet rings um Ketzin ist eine geschützte Naturlandschaft mit einer ausgedehnten Seen- und Bruchlandschaft. © Reinhart Bünger

"Am Havelblick" wird die dritte Projektentwicklung

Die Umwandlung der Zuckerfabrik und das Projekt Baumschulwiese sind nicht die einzigen Großprojekte in der Kleinstadt Ketzin. In den kommenden Jahren wird der Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Am Havelblick“ entwickelt. Dort sollen insgesamt ca. 40 Wohneinheiten in Form von Einfamilien-und Reihenhäusern, auch zu Mietzwecken, realisiert werden. Tatsächlich zeichnet sich im nördlichen Bereich entlang der Potsdamer Straße wie auch in südlicher Ausdehnung eine Einfamilienhausbebauung ab. Die Umsetzung des Bebauungsplanes „Am Havelblick“ wurde im nördlichen Teil des Plangebietes bereits begonnen. Im südlichen Geltungsbereich ist die Errichtung von ca. 24 weiteren WE in Form von Einfamilien- und/oder Reihenhäusern möglich, heißt es im Integriertes Stadtentwicklungskonzept Ketzin/Havel aus dem November 2020.

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