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Das Gelände Karl-Liebknecht-/Ecke Gontardstraße ist eines der letzten unbebauten Filetgrundstücke dieser Größenordnung am Alexanderplatz. Mit dem Aushub der Baugrube wurde vor vier Wochen begonnen. Das Panoramahaus am Sockel des Fernsehturms ist nicht denkmalgeschützt und könnte daher womöglich zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen werden. Grafik: DVI Gruppe
© Grafik: DVI Gruppe

Exklusiv Neues vom Alexanderplatz Am Berliner Fernsehturm entsteht das Bürogebäude „C1“

Rund 12.000 Quadratmeter Büroflächen in zentraler Lage: Die Vermietung hat begonnen. 2007 wurde bereits eine Baugenehmigung erteilt – für einen Hotelneubau.

Am Alexanderplatz haben die Bauarbeiten für das Bürohaus „C1“ begonnen, das von der DVI-Gruppe, Formac Consult und Sascha Gechter Management am Fuße des Fernsehturms errichtet wird.

Bis Anfang 2024 entstehen insgesamt rund 12.000 Quadratmeter Mietfläche auf acht Geschossen, die vorrangig von Büros und im Erdgeschossbereich unter anderem von Einzelhandel und Gastronomie genutzt werden sollen. Die Vermietung hat bereits begonnen. Das neue Bürohaus mit einer Natursteinfassade wurde von Faber & Faber Architekten (Berlin) entworfen.

Das Baufeld liegt direkt neben einem der wenigen historischen Häuser am Alexanderplatz, dem Panoramahaus. Die ehemals angrenzende Bebauung wurde im Jahre 1965 zugunsten der Erweiterung der Karl-Liebknecht-Straße abgerissen. Schon im Kollhoff-Masterplan für den Alexanderplatz wurde die Idee eines Anbaus an den Bestand formuliert.

Für das Grundstück wurde bereits 2007 eine Baugenehmigung erteilt - für einen Hotelneubau. Weil der Hotelmarkt am Alexanderplatz zwischenzeitlich schon sehr dicht geworden war, wurde in Richtung Büros umgeplant. Der Investor strebt nun eine Mischung aus verschiedenen Bürotypologien an. Die technische Ausstattung ist aber auch auf Co-Working ausgelegt.

Der Nachbar, Eigentümer des Panoramahauses, hatte außerdem in Eigeninitiative eine Planung für ein mittelhohes Hochhaus auf dem Grundstück vorgelegt. Der Bezirk hat dies jedoch entschieden abgelehnt und stattdessen eine Blockarrondierung angestrebt. Auf Grund der exponierten Lage und des Verkehrsaufkommens wurde eine gewerbliche Nutzung mit einer starken Erdgeschossaktivierung gewünscht.

625 Quadratmeter Einzelhandel, dazu eine Dachterrasse

Im Untergeschoss sind nun Konferenzräume und eine Cafeteria geplant, im Erdgeschoss sind neben einem gemeinsamen Meeting Point in einer großzügigen Lobby auch weitere 625 Quadratmeter für Einzelhandel oder ein Café vorgesehen. Das siebte Obergeschoss wird für die Gebäudetechnik und als Dachterrasse genutzt.

Städtebaulich schließt der Neubau als Blockrandbebauung an das benachbarte Panoramahaus an. Die Idee eines belebten „Marktplatzes“ im Inneren, der auch durch die Erdgeschossnutzungen im Neubau bespielt wird, wurde auf Grund von Schwierigkeiten in der Abstimmung mit den Nachbarn nicht weiterverfolgt.

Der vorliegende Entwurf für ein Bürohaus der Architekten Faber + Faber zeichnet sich durch abgerundete Ecken und Auskragungen aus. Die Auskragungen der Fassade sollen mit Pflanztrögen ausgestattet werden, deren Begrünung auch für das Innenklima der Bürogeschosse vorteilhaft sein soll. Die Pflanztrogtiefe soll 60-80 cm Erdaufbau ermöglichen. Einige kleine Austritte bieten Außenräume für die Büroflächen. Auf dem Dach soll zudem eine Außenterrasse angesiedelt werden Grafik: DVI Gruppe Vergrößern
Der vorliegende Entwurf für ein Bürohaus der Architekten Faber + Faber zeichnet sich durch abgerundete Ecken und Auskragungen aus. Die Auskragungen der Fassade sollen mit Pflanztrögen ausgestattet werden, deren Begrünung auch für das Innenklima der Bürogeschosse vorteilhaft sein soll. Die Pflanztrogtiefe soll 60-80 cm Erdaufbau ermöglichen. Einige kleine Austritte bieten Außenräume für die Büroflächen. Auf dem Dach soll zudem eine Außenterrasse angesiedelt werden © Grafik: DVI Gruppe

Nach einer Diskussion im Berliner Baukollegium im Juni wurde der ursprüngliche Entwurf überarbeitet. Das Architekturbüro Faber & Faber hat vertikale Gestaltungselemente in das Gesamtkonzept der Fassade integriert, wie sie vom Baukollegium gewünscht wurden. sowohl an der Fassade an der Karl-Liebknecht-Straße als auch an der westlichen Fassade finden sich entsprechende Akzentuierungen, die in die horizontalen Bänder integriert werden.

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Das auf der anderen Seite des Fernsehturms positionierte Gebäude „Alea 101“, entworfen von Sauerbruch Hutton Architekten, wurde dabei als Referenzbau genannt. Senatsbaudirektorin Lüscher wies in der Juni-Sitzung des Baukollegiums aber darauf hin, dass es sich beim Alea-Gebäude um einen Solitär handele, welcher von allen Seiten zugänglich sei, während es sich bei "C1" um die Ergänzung eines bestehenden Gebäudes handele.

Der kleine Innenhof soll mit zwei Bäumen begrünt werden, die bis zu 15 Meter hoch werden sollen. Foto: DVI Gruppe Vergrößern
Der kleine Innenhof soll mit zwei Bäumen begrünt werden, die bis zu 15 Meter hoch werden sollen. © DVI Gruppe

Für mehrere Bereiche des Bürogebäudes "C1" wurde eine öffentliche bzw. halböffentliche Nutzung festgelegt: In den Eckbereichen durch Integration von Läden für Café oder Ähnliches sowie eine großzügige loungeartige Lobby für Beschäftigte. In einem intensiv begrünten Innenhof sollen zwei große Bäume gepflanzt werden.

Die Flächen sollen durch ein flexibles Ausbauraster multifunktional nutzbar sein. Für das Gebäude sind hohe Standards für nachhaltiges Bauen angestrebt – Zertifizierungen mit DGNB Gold, WiredScore Platin und SmartScore Gold.

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