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Tesla-Chef Elon Musk (Archivbild vom März 2020) Foto: dpa/AP/Susan Walsh
© dpa/AP/Susan Walsh

„Gigantische Geldverbrennungsöfen“ Neue Tesla-Werke in Grünheide und Austin verlieren Milliarden

Die Probleme mit den Lieferketten seien für die Autoindustrie ein „absoluter Albtraum“, sagt Tesla-Chef Elon Musk. Seine Werke spürten die Folgen deutlich.

Die neuen Tesla–Fabriken in Grünheide bei Berlin und Austin in Texas verlieren Konzernchef Elon Musk zufolge im Moment „Milliarden an Dollar“. Grund sei ein Mangel an Batterien und Lieferkettenprobleme wegen der Lage in den chinesischen Häfen, sagte Musk in einem am Mittwoch veröffentlichten Video-Interview. Musk bezeichnete die Standorte als „gigantische Geldverbrennungsöfen“.

„Es ist wirklich wie ein gigantisches Dröhnen, dieses Geräusch von brennendem Geld“, sagte Musk in dem Gespräch mit dem Fanclub Tesla Owners of Silicon Valley. Die beiden vergangenen Jahre bezeichnete er mit Blick auf die Lieferkettenprobleme der Autoindustrie einen „absoluten Albtraum“. Der Tesla-Chef warnte: „Wir haben es noch nicht hinter uns“.

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Jetzt gehe es darum, den Betrieb am Laufen zu halten, damit die Beschäftigten weiter bezahlt würden und der Konzern nicht in die Insolvenz gerate. Während hohe Anlaufkosten und Verluste bei neuen Fabriken wie Grünheide und Austin in der Startphase beim Hochfahren der Produktion relativ normal sind, stand Tesla auch mit seinem Werk in Schanghai vor Herausforderungen.

„Die Covid-Shutdowns in China waren gelinde gesagt sehr, sehr schwierig“, sagte Musk. Das Interview wurde bereits am 31. Mai geführt, der Teil mit den jüngsten Aussagen aber jetzt erst im Internet ausgestrahlt.

Musk hatte jüngst wiederholt vor einem wirtschaftlichen Abschwung gewarnt und Job-Kürzungen bei Tesla angekündigt. Der Elektroautobauer werde in den kommenden Monaten 3 bis 3,5 Prozent seiner Stellen streichen, stellte Musk am Dienstag nach widersprüchlichen Berichten klar. Bei den Angestellten solle etwa jeder zehnte Job wegfallen, die Zahl der Fabrikarbeiter werde dagegen auf lange Sicht wachsen. Zu Jahresbeginn hatte Tesla knapp 100. 000 Beschäftigte. (Reuters, dpa)

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