Die Warenhäuser Karstadt und Kaufhof in Düsseldorf Foto: dpa/Martin Gerten
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Galeria Karstadt Kaufhof Diese 62 Filialen in Deutschland sollen schließen

Bundesweit sollen mehr als 60 Standorte von Galeria Karstadt Kaufhof wegfallen. So sieht es der Sanierungsplan für die Kaufhauskette vor. Ein Überblick.

Der Freitag war für die Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof ein schwarzer Tag. 62 Filialen der Kaufhauskette stehen vor der Schließung. So sieht es der Sanierungsplan vor, zu dem sich der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz erstmals öffentlich geäußert hat.

„Wir wissen, was dies für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet. Aber dieser Schritt ist ohne Alternative, weil diese Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährden“, sagte Geiwitz. Durch die Schließung und weitere Sparmaßnahmen dürften mindestens 5000 der 28.000 Stellen bei dem Konzern wegfallen. Dass zunächst die Zahl von 80 zu schließenden Filialen die Rede war, dürfte die Betroffenen kaum trösten.

Diese Filialen will Galeria Karstadt Kaufhof bundesweit schließen:
- Berlin Gropius-Passage (Karstadt)
- Berlin Hohenschönhausen (Kaufhof)
- Berlin Müllerstraße (Karstadt)
- Berlin Ringcenter (Kaufhof)
- Berlin Tempelhof (Karstadt)
- Bielefeld (Karstadt)
- Bonn (Karstadt)
- Braunschweig (Kaufhof)
- Bremen (Kaufhof)
- Bremerhaven (Karstadt)
- Brühl (Kaufhof)
- Chemnitz (Kaufhof)
- Dessau (Karstadt)
- Dortmund (Kaufhof)
- Dortmund (Karstadt)
- Düsseldorf Schadowstraße (Karstadt)
- Düsseldorf Wehrhahn (Kaufhof)
- Essen (Kaufhof)
- Essen (Karstadt)
- Flensburg (Karstadt)
- Frankfurt Hessen-Center (Kaufhof)
- Frankfurt Zeil (Karstadt)
- Fulda (Kaufhof)
- Göppingen (Kaufhof)
- Goslar (Karstadt)
- Gummersbach (Karstadt)
- Gütersloh (Karstadt)
- Hamburg AEZ (Kaufhof)
- Hamburg Bergedorf (Karstadt)
- Hamburg Mönckebergstraße (Kaufhof)
- Hamburg Wandsbek (Karstadt)
- Hamm (Kaufhof)
- Hannover Georgstraße (Karstadt)
- Ingolstadt (Kaufhof)
- Iserlohn (Karstadt)
- Köln Weiden (Kaufhof)
- Landau (Kaufhof)
- Leonberg (Karstadt)
- Leverkusen (Kaufhof)
- Lübeck (Karstadt)
- Mainz (Karstadt)
- Mannheim N7 (Kaufhof)
- Mönchengladbach Rheydt (Karstadt)
- München Am Nordbad (Karstadt)
- München OEZ (Karstadt)
- München Stachus (Kaufhof)
- Neubrandenburg (Kaufhof)
- Neumünster (Karstadt)
- Neunkirchen (Kaufhof
- Neuss (Kaufhof)
- Norderstedt (Karstadt)
- Nürnberg (Karstadt)
- Nürnberg Langwasser (Karstadt)
- Osnabrück (Kaufhof)
- Potsdam (Karstadt)
- Singen (Karstadt)
- Stuttgart Bad Cannstatt (Kaufhof)
- Sulzbach MTZ (Karstadt)
- Trier Simeonstraße (Karstadt)
- Witten (Kaufhof)
- Worms (Kaufhof)

Den heutigen Äußerungen gingen zähe Verhandlungen voraus. Vier Tage und vier Nächte habe man geredet, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Am Freitag schließlich wurden die Beschäftigten sukessive über die Ergebnisse informiert.

"Den vom Unternehmen geplanten Personalabbau von zehn Prozent auf der Fläche in den verbleibenden Filialen konnten Verdi und der Gesamtbetriebsrat gemeinsam verhindern", versuchte die Gewerkschaft die Zahlen positiv zu interpretieren. Dies sei ein wichtiger Erfolg für die Beschäftigten in den Warenhäusern.

Trotz der Schließungen ist es Verdi wichtig, die Zukunftsfähigkeit der Warenhaus-Kette zu betonen. Dafür sei nun ein neues Konzept erstellt worden. So soll ein achtköpfiger "Zukunftskreis, dem Vertreter der Geschäftsleitung, der Gewerkschaft, des Gesamtbetriebsrates und weitere Mitglieder angehören" künftig über Themenfelder wie Sortiment, Shop-in-Shop-Konzepte, Fremdvermietung von Flächen oder Einführung von Omnichannel-Prozessen beraten.

Zudem soll ein zehnköpfiger Expertenkreis, der erstmals Anfang August tagt zeitnah eine Befragung der Beschäftigten vorbereiten, um eine breite Beteiligung der Belegschaft an den wesentlichen Themen zu gewährleisten. "Endlich werden die Beschäftigten an der Entwicklung des Warenhauses für die Zukunft beteiligt", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

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