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Der Volkswagen-Konzern will seine Sportwagentochter Porsche AG an die Börse bugsieren. Foto: Franziska Kraufmann/dpa
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Fortgeschrittene Gespräche über Renditeperle VW will Porsche an die Börse bringen

Der Sportwagenhersteller soll sein Börsendebüt geben, die Gespräche seien fortgeschritten. Mit dem Geld will VW wohl die E-Mobilität vorantreiben.

Der Volkswagen-Konzern will Ernst machen und seine Sportwagentochter Porsche AG an die Börse bringen. Mit dem VW-Großaktionär Porsche Automobil Holding gebe es dahingehend fortgeschrittene Gespräche, teilte VW am Dienstag mit.

In der Holding bündeln die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre Anteile am Konzerngeflecht. Die Volkswagen AG und die Porsche-Holding hätten eine Eckpunktevereinbarung ausgehandelt, die die Basis für die weiteren Schritte zur Vorbereitung eines möglichen Börsengangs der Porsche AG bilden solle.

Die Transaktion könnte auch den Erwerb von Stammaktien der Porsche AG durch die Gesellschaft umfassen. Vorbehaltlich der Ergebnisse dieser Gespräche könnten die Gremien (Vorstand und Aufsichtsrat) beider Unternehmen über die möglichen Eckpunkte entscheiden.

Selbst wenn es zu entsprechenden Gremienbeschlüssen käme, stünde die Durchführung der Transaktion weiterhin unter dem Vorbehalt weiterer Prüfungen, einschließlich finaler Zustimmung der Gremien, sowie der allgemeinen Marktentwicklung.

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Über einen möglichen Börsengang der Renditeperle Porsche wird seit längerem spekuliert. Hinweise auf eine bevorstehende Platzierung von Porsche hatten sich in den vergangenen Wochen verdichtet. Experten gehen davon aus, dass VW das durch den Börsengang eingenommene Geld in die Elektromobilität investieren will.

Die Volkswagen-Vorzugsaktien sprangen nach der Mitteilung um 8,5 Prozent nach oben. Ebenso zogen die Anteile der Porsche SE um rund 10 Prozent an. Die Holding ist nicht zu verwechseln mit dem Sportwagenbauer selbst, der unter dem VW-Konzerndach angesiedelt ist. Die Holding Porsche SE hält gut 53 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern. (dpa, Reuters)

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