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Braunkohlekraftwerk Niederaußem des Energieversorgungskonzerns RWE bei Bergheim (Archivbild) Foto: dpa/Oliver Berg
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Energiewende in Deutschland RWE-Chef kann sich früheren Ausstieg aus Kohlestrom vorstellen

RWE-Chef Krebber dringt auf den raschen Ausbau erneuerbarer Energien. Dann könnte die Verstromung von Kohle früher enden.

RWE-Chef Markus Krebber ist unter bestimmten Voraussetzungen bereit, früher als geplant und ohne weitere Milliardenzahlungen aus der Verstromung von Kohle auszusteigen. Dazu sei es jedoch nötig, regenerative Energien schneller und konsequenter auszubauen, sagte Krebber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

„Wenn wir genügend Grünstromkapazitäten in Deutschland aufbauen können, muss man nicht über Kompensation nachdenken. Dann erledigt sich das Thema Kohlestrom von allein“, sagte Krebber demnach.

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Bereits 2017 habe RWE die Weichen gestellt für eine reine Grünstromproduktion. „Und wenn wir heute noch in Teilen an alten Technologien wie der Kohle festhalten müssen, hat das damit zu tun, dass wir mit den neuen Energien nicht so schnell vorankommen, wie wir das wollen“, sagte Krebber weiter.
Eine neue Bundesregierung müsse das Thema Energiewende schnell und entschlossen angehen. Die Zeit dränge, wenn die verschärften Klimaziele erreicht werden sollen. „Alle wichtigen Beschlüsse in Sachen Klima- und Energiepolitik müssen in der ersten Hälfte der Legislaturperiode durchgesetzt werden. Danach ist es zu spät“, sagte Krebber. „Alles, was wir jetzt nicht anpacken, wird 2045 nicht zur CO2-Minderung beitragen“, so der RWE-Chef. (Tsp)

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