Fahnen mit dem Logo von BMW wehen am Olympiapark in München. Foto: Alexander Heinl/dpa
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Autohersteller BMW und VW belegen Spitzenplätze im Autobauer-Vergleich

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Bei Absatz und Umsatz schnitt im ersten Quartal kein Autobauer besser ab als Volkswagen. BMW verteidigte den Titel als profitabelster Konzern im weltweiten Vergleich.

BMW und Volkswagen haben im weltweiten Vergleich der Autokonzerne auch zu Jahresbeginn 2018 wieder Spitzenplätze belegt. BMW verteidigte seine Position als weltweit profitabelster Autobauer. Der Konzern erreichte im ersten Quartal eine Marge von zwölf Prozent, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Analyse der Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Dahinter folgen Suzuki mit elf und Daimler mit 8,4 Prozent. Volkswagen verkaufte am meisten Autos, Toyota hatte mit 4,7 Milliarden Euro beim Gewinn die Nase vorn.

Zwar habe der starke Euro für einen auf den ersten Blick holprigen Start ins Jahr gesorgt, insgesamt aber sei die operative Entwicklung der deutschen Konzerne zufriedenstellend, analysierte EY-Autoexperte Peter Fuß. „Gewinn und Margen liegen auf hohem Niveau, das Absatzwachstum zeigt, dass die Richtung stimmt“, sagte er.

Für die Analyse verglich EY die Finanzkennzahlen der 16 größten Autokonzerne der Welt. Deutschlands Autobauer mussten demnach im ersten Quartal aufgrund des starken Euros Einbußen beim Umsatz- und Gewinnwachstum hinnehmen: Nur um 1,7 Prozent kletterte der Gesamtumsatz bei Volkswagen, BMW und Daimler - bei allen Konzernen zusammen lag der Zuwachs hingegen bei 2,9 Prozent.

Trotzdem erreichte BMW bei der Profitabilität erneut die Führungsposition. VW verteidigte mit 2,6 Millionen verkauften Autos seinen Platz als umsatzstärkster Autokonzern der Welt - vor Toyota.

Beim Gewinn lag im ersten Quartal allerdings der japanische Autobauer vorn: Vor Steuern und Zinsen kam Toyota hier auf 4,7 Milliarden Euro; dahinter folgen der EY-Analyse zufolge Volkswagen mit 4,2 Milliarden Euro, Daimler mit 3,3 Milliarden Euro und BMW mit 2,7 Milliarden Euro.

Eine immer wichtigere Rolle spielt für die deutschen Autobauer dabei der chinesische Markt. 35 Prozent des weltweiten Auto-Absatzes von Volkswagen, BMW und Daimler entfielen zu Jahresbeginn auf China. Im Jahr 2017 lag der Anteil bei 34 Prozent, vor fünf Jahren noch bei 30 Prozent.

"Ausgerechnet hier steht allerdings für die deutschen Autokonzerne eine wichtige Bewährungsprobe bevor", erklärte EY-Fahrzeugmarkt-Experte Fuß. "Ab 2019 gilt in China eine Zehn-Prozent-Quote für Elektro- beziehungsweise Hybridautos - wer die nicht erfüllt, muss Strafzahlungen leisten." (AFP, dpa)

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