Boris Becker mit Faustin Archange Touadera, Präsident der Zentralafrikanischen Republik Foto: AFP/Irle Moser Rechtsanwälte
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Zentralafrikanische Republik Boris Becker: Diplomatenstatus ist „eine Realität, ein Fakt“

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Fälschung oder nicht? Aus Zentralafrika kommen unterschiedliche Versionen zu Boris Beckers Diplomatenpass. Jetzt äußert sich der Ex-Tennisstar.

Ex-Tennisstar Boris Becker hat seinen Status als Diplomat der Zentralafrikanischen Republik verteidigt. "Es ist eine Realität, ist ein Fakt, dass ich heute Diplomat von Zentralafrika bin", sagte Becker in einem Video-Interview mit dem "Top Magazin Frankfurt".

"In der Tat wurde ich im April dieses Jahres von seiner Exzellenz, Präsident (Faustin Archange) Touadéra zum Attaché für Sport, Kultur und humanitäre Angelegenheiten ernannt", sagte Becker. Er fühle sich "sehr geehrt für diese verantwortungsvolle Aufgabe". Es sei "richtig, dass mein Diplomatenstatus einige Privilegien beinhaltet, zum Beispiel Immunität bei besonderen Fällen". Allerdings sei ihm dies "nicht vordergründig wichtig".

Der ehemalige Weltklasse-Tennisspieler hatte zuletzt versucht, in einem in Großbritannien laufenden Insolvenzverfahren diplomatische Immunität geltend zu machen.

Der Außenminister des bitterarmen Landes hatte zuvor gesagt, Becker genieße keine diplomatische Immunität. Er widersprach damit wiederum dem eigenen Botschafter in Brüssel - dieser hatte am Sonntag gesagt, die Tennis-Legende habe einen Diplomatenpass und könne sich in einem Insolvenzverfahren auf diplomatische Immunität berufen. Am Dienstag war dann die Rede von einem „gefälschten Pass“.

Becker sagte auch, dass das Insolvenzjahr, das eigentlich diese Woche habe enden sollen, nun bis Ende Juli verlängert worden sei. Er habe seine Schulden beim Insolvenzverwalter bezahlt. „Mein normales Leben sollte weitergehen“, sagte Becker. Der Hauptgläubiger meine aber, er schulde ihm mehr als doppelt so viel aufgrund von 25 Prozent Zinsen, die auf die Schuld aufgerechnet worden seien. Dies sei aber „weder rechtskräftig, noch rechtswirksam“. Das sei der Grund, warum man sich vor Gericht noch nicht einig geworden sei.

Becker kündigte in dem Interview vom Dienstag an, er wolle bald nach Bangui fliegen "und dort mit den Herrschaften sprechen". (AFP, dpa)

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