Drei tote Wale auf einem japanischen Schiff (Archivbild 2013) Foto: picture alliance/dpa
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Walfang Japanische Flotte tötet bei jüngster Expedition 177 Wale

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Japan macht wissenschaftliche Gründe für den Walfang geltend. Das Fleisch getöteter Wale wird aber anschließend zum Verzehr verwendet.

Eine Flotte japanischer Walfangschiffe hat bei einer drei Monate dauernden Jagd 177 Wale im Nordwest-Pazifik erlegt. Nach Angaben der japanischen Fischereibehörde vom Mittwoch fingen die drei Schiffe 43 Zwerg- und 134 Seiwale. Während der Jagd seien Daten gesammelt worden, die dem wissenschaftlichen Komitee der Internationalen Walfangkommission (IWC) präsentiert werden sollen, erklärte die Behörde. Sie sollen demnach die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Schutz von Walen stärken.

Die jüngste Expedition war Teil eines auf zwölf Jahre ausgelegten Projekts, das die Zahl, das Fressverhalten und die Biologie der Wale untersucht. Mit den Erkenntnissen will Japan belegen, dass bestimmte Wale nicht vom Aussterben bedroht sind und daher zum Verzehr freigegeben werden können.

Forschungszwecke als Vorwand für Walfang

Der kommerzielle Walfang ist seit dem Jahr 1986 international verboten. Japan nutzt aber eine Lücke in der Vereinbarung, wonach Wale zu Forschungszwecken getötet werden dürfen. Die japanische Regierung fordert überdies, das Verbot des kommerziellen Walfangs aufzuheben. Beim IWC-Treffen im kommenden Monat in Brasilien will Tokio seine Argumente präsentieren.

Japan macht wissenschaftliche Gründe für den Walfang geltend, das Fleisch getöteter Wale wird aber anschließend zum Verzehr verwendet. Nach einer Klage Australiens beim Internationalen Gerichtshof (ICJ) in Den Haag hatte das UN-Gericht im März 2014 geurteilt, dass die Wissenschaft nur ein Vorwand für die Jagd aus kommerziellen Gründen sei. (AFP)

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