„Alex ist ein kluger, ehrlicher Mann mit viel Emotionen“, sagt Jähn über seinen Nachfolger Gerst. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Kosmonaut Sigmund Jähn "Ich eigne mich nicht für laute Reden"

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Der erste Deutsche im All spricht über Alexander Gerst, Fanpost und warum er die Rolle in "Good Bye, Lenin!" ablehnte.

Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All, schätzt seinen Kollegen Alexander Gerst hoch. „Alex ist ein kluger, ehrlicher Mann mit viel Emotionen“, sagte der ehemalige Kosmonaut dem Tagesspiegel am Sonntag. Im Alltag beschäftigen den heute 81-Jährigen jedoch mehr irdische Sorgen. „Allein die vielen Briefe, die mich erreichen. Es gehört sich, dass man antwortet.“

"Das mache ich nicht"

Dass er einst das Angebot von Regisseur Wolfgang Becker ausschlug, sich im Film „Good Bye, Lenin!“ selbst zu spielen, hat der gebürtigen Sachsen nie bereut. „Für mich war von Anfang an klar, das mache ich nicht“, sagte Jähn „Obwohl ich finde, dass der Film gut geworden ist. Es war ein Glücksfall, dass den ein Mann aus dem Westen gedreht hat. Der hatte es nicht nötig, alles aus der DDR in den Dreck zu ziehen.“

Auch zu seiner Absage an die SED/PDS, die ihn nach dem Mauerfall in den Parteivorstand holen wollte, steht er nach wie vor. „Ich eigne mich nicht für laute Reden.“

Sigmund Jähn flog am 26. August 1978 mit einem sowjetischen Kollegen zur Raumstation Saljut 6.

Das vollständige Interview mit Sigmund Jähn lesen Sie am Sonntag im Tagesspiegel oder ab Samstagabend im E-Paper.

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