Kevin Kühnert will innerhalb seines Wahlbezirks Tempelhof-Schöneberg umziehen. imago
© imago

Trotz 10.000 Euro Monatsverdienst Kevin Kühnert sucht seit mehr als einem Jahr eine Wohnung in Berlin

Der SPD-Generalsekretär hat noch keine Bleibe in seinem Berliner Wahlkreis gefunden. Im Podcast spricht Kühnert über die Ursachen der Wohnungsmisere.

„Nie war der Wohnungsmarkt so heiß umkämpft wie heute, nie war es so schwierig eine bezahlbare Wohnung zu finden“, heißt es im Berliner Wohnungsmarktreport der Immobilienbank Berlin Hyp in Kooperation mit dem Finanzierer CBRE Deutschland, der am Mittwoch vorgestellt wurde.

Eine Misere, die auch das politische Spitzenpersonal trifft: Kevin Kühnert, SPD-Generalsekretär und Mitglied des Bundestags, scheitert derzeit an der Suche nach einer neuen Bleibe in seinem Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

„Ich suche seit mittlerweile über einem Jahr nach einer Wohnung. Ich habe glücklicherweise nicht wie andere den Druck, aus der aktuellen raus zu müssen, aber es ist eine wenig freudvolle Beschäftigung“, sagt er im „Tagesspiegel Checkpoint“-Podcast „Berliner & Pfannkuchen“ (ET Mittwoch). Und weiter: „Nun ist es als Bundestagsabgeordneter so, dass man nicht ganz schlecht verdient, können ja alle nachlesen, wie viel das ist, es scheitert also im Großen und Ganzen nicht am Geld. Es scheitert aber am Angebot.“

Der monatliche Verdienst eines Bundestagsabgeordneten liegt derzeit bei 10.012,89 Euro. Dazu kommt nochmal Kühnerts Gehalt als .

Probleme sieht Kühnert auf dem Wohnungsmarkt unter anderem bei „Umgehungsinstrumenten“. Angebote seien auf Immobilienportalen zwar immer wieder verfügbar, allerdings „sind da ganz viele Tauschwohnungen dabei. Und vor allem greift das Prinzip des möblierten und teilmöblierten Vermietens um sich. Das ist leider ein gängiges Umgehungsinstrument für Mietpreisbremse, Kappungsgrenze und andere Mietregularien geworden. Es ist eine wirkliche Unwucht und Pest auf unserem Wohnungsmarkt“, sagt Kühnert. Für ihn persönlich sei das nochmal ein Antrieb, sich „dagegen gesetzgeberisch noch viel stärker einzusetzen“.

[Lesen Sie auch: Berliner Immobilienmarkt – wo das Wohnen in der Hauptstadt am wenigsten kostet (T+)]

Welche (Bau)-Themen er in Berlin für unterschätzt hält, darüber spricht er im Podcast. Außerdem Thema bei „Berliner & Pfannkuchen“: Droht der Optimismus der Jugend angesichts weltweiter Dauerkrisen zu bröckeln? Die Trendstudie „Jugend in Deutschland“ kommt zu dem Ergebnis, dass den Jugendlichen vor allem der Krieg, der Klimawandel und Corona Sorgen bereiten.

Wie blickt die Berliner Jugend auf ihre Zukunft und was würde sie als erstes umsetzen, wenn sie morgen an der Macht wäre? Das haben uns 14 bis 29-Jährige via Sprachnachricht erzählt. Wenn auch Sie etwas Berliniges auf dem Herzen haben, Sie erreichen uns unter der 0172 99 39 576.

(Sprach-)Nachrichten aus der Hauptstadt: Das Team vom „Tagesspiegel Checkpoint” empfängt im Podcast „Berliner & Pfannkuchen“ jede Woche dreimal drei. Von Politikerinnen, Nachbarn, Kreativen, Originalen - und von Ihnen. Das etwas andere News-Update aus und mit Berlin. Montags, mittwochs und freitags, pünktlich zum Feierabend. Mit Ann-Kathrin Hipp, Lorenz Maroldt und Anke Myrrhe. Redaktion: Joana Voss. Recherche: Thomas Lippold. Produktion: Benjamin Ritter/der Apparat. Musik: Anke Myrrhe. Die Folgen gibt es auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt.

Zur Startseite