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Theodor-Wolff-Preis 2019 Theodor-Wolff-Preis 2019 für Tagesspiegel-Redakteurin Maris Hubschmid

Tagesspiegel-Redakteurin Maris Hubschmid ist mit dem Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Reportage lokal“ für ihre Reportage „Bis zum letzten Tropfen“ ausgezeichnet worden.

Sie erhält den Preis für ihre „ebenso empathisch wie stilistisch vorzüglich erzählte Geschichte“ über ein Heim für alkoholkranke Männer in Berlin, so der ausrichtende Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Für seinen Essay „In betäubter Gesellschaft“ war zudem Hannes Soltau als ein weiterer Tagesspiegel-Autor für den Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Meinung lokal“ nominiert.

„Die Bewohner dieses Heims gelten als austherapiert. Niemand versucht mehr, sie zu heilen. 46 Männer, die den ganzen Tag trinken: Mich interessierte das Haus als Soziotop. Die Atmosphäre dort habe ich als bemerkenswert erlebt. Obwohl das Elend allgegenwärtig ist, ist es ein guter, ein positiver Ort. Ihr Leben lang haben die Menschen sich und andere enttäuscht. Hier, endlich, formuliert niemand mehr Erwartungen an sie. Nicht weiter scheitern können – auch darin liegt eine Art von Glück“, berichtet Maris Hubschmid zur Entstehung und Recherche ihres Textes.

Maris Hubschmid begann ihre journalistische Karriere 2010 als Volontärin beim Tagesspiegel, bevor sie Redakteurin im Wirtschaftsressort wurde. Heute ist sie Redakteurin und Reporterin beim Tagesspiegel für die Seite Drei und das Samstagsmagazin Mehr Berlin.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie wird vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschrieben und erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 - 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

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