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Alles neu. Statt eines Sponsoren wird der SV Babelsberg für „Seebrücke“ werben. Foto: Jan Kuppert/PNN
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Zusammenarbeit mit Flüchtlingsrettern SV Babelsberg trägt ab der neuen Saison "Seebrücke" auf der Brust

Der Babelsberger Fußballklub räumt den Flüchtlingsrettern der "Seebrücke" Platz auf ihrem Trikot ein. Damit bleibt er seiner toleranten Linie treu.

Der Potsdamer Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 hat sich entschieden, die exklusive Werbefläche auf der Brust der Trikots des Regionalliga-Teams in der Saison 2019/2020 nicht wie üblich mit dem Logo eines Werbepartners zu versehen. Derzeit sponsert das Unternehmen "Oatly" den Fußballverein. Gemeinsam habe man entschieden, die prominente Werbefläche nicht an "Oatly" selbst, sondern an den Verein „Seebrücke - Schafft sichere Häfen!“ abzutreten. Das teilten die Babelsberger am Montag mit.

Der Verein will die Trikots und die Zusammenarbeit am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vorstellen. Erwartet wird auch die Pressesprecherin von "Seebrücke". Der SV Babelsberg 03 engagiert sich bereits seit vielen Jahren für ein tolerantes Potsdam, erst in der vergangenen Saison setzte der Verein sich dafür ein, gegen Nazis in Fußballstadien vorzugehen.

Der Verein „Seebrücke“ setzt sich bundesweit für sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine „menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind“ ein. Potsdam hat sich unter Führung von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) mit 83 weiteren deutschen Städten und Kommunen zum „sicheren Hafen“ erklärt. „Wir haben uns für die Seebrücke entschieden, da diese eine europaweite Bewegung ist, die sich nicht nur für die Seenotrettung von Geflüchteten einsetzt, sondern sich für ein grundlegendes Umdenken im Bereich Flucht und Migration stark macht und die Rechte von Geflüchteten ins Zentrum stellt.“, erklärt Vorstandsmitglied Thoralf Höntze.

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