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Der deutsche Basketballer Maodo Lo von Alba Berlin war am treffsichersten gegen Israel. Foto: Wiedensohler/imago images
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WM-Qualifikation Deutsche Basketballer übernehmen mit Sieg gegen Israel Platz eins

Den deutschen Basketballern gelingt in der WM-Qualifikation gegen Israel der zweite Sieg in vier Tagen, auch dank der drei nachnominierten Euroleague-Profis.

Dank einer starken Aufholjagd im Schlussviertel haben die deutschen Basketballer in der WM-Qualifikation ihren dritten Sieg gefeiert. Das Team von Bundestrainer Gordon Herbert gewann am Montagabend in Heidelberg gegen Israel mit 84:80 (39:34) und machte damit einen großen Schritt in Richtung der zweiten Gruppenphase. Deutschland übernahm mit dem zweiten Sieg gegen Israel innerhalb von vier Tagen die Tabellenführung in der Gruppe D.

Bester deutscher Werfer war Maodo Lo von Alba Berlin mit 18 Punkten. Ende Juni und Anfang Juli stehen die abschließenden Duelle der ersten Gruppenphase in Estland und gegen Polen an. Alle Resultate aus der ersten Gruppenphase werden mitgenommen, die ersten Drei der Vierergruppe kommen weiter. Die Weltmeisterschaft 2023 findet in Indonesien, Japan und auf den Philippinen statt.

Dem deutschen Team wurde gegen Israel fast ein katastrophales drittes Viertel zum Verhängnis. Die Gastgeber gaben den Abschnitt mit 15:31 ab und gerieten damit scheinbar entscheidend in Rückstand. Doch die Herbert-Auswahl kämpfte sich in den letzten zehn Minuten noch einmal zurück und sicherte sich den wichtigen Sieg. Auch weil die extra für die Partie nachnominierten Euroleague-Spieler Lo, Johannes Thiemann und Andreas Obst in den entscheidenden Momenten ihre Klasse zeigten.

„Es war ein großer Sieg für uns. Ich denke, wir haben sehr viel Charakter gezeigt“, sagte Bambergs Christian Sengfelder, mit 14 Punkten zweitbester deutscher Werfer. „Wir haben sicher nicht unseren besten Basketball gespielt, aber wir haben einen Weg gefunden, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Herbert.

Lo, Thiemann und Obst verstärkten das deutsche Team

„Sie geben uns natürlich sehr viel Qualität und haben sehr viel Erfahrung“, hatte er schon vor dem Spiel bei Magenta Sport über die drei Euroleague-Spieler gesagt. „Für uns ist es groß, dass sie hier dabei sind und sich dem Nationalteam verpflichtet fühlen.“ Lo freute sich, wieder dabei zu sein. „Es war in diesem Fenster am machbarsten“, sagte der Berliner mit Blick auf die sonst stets auftretenden Terminkollisionen mit den Partien in der Euroleague.

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Dennoch ließ Herbert das Euroleague-Trio zunächst auf der Bank und setzte zum Beispiel im Aufbau auf den erst 20 Jahre alten Justus Hollatz, der beim Sieg in Tel Aviv vor drei Tagen überzeugt hatte. Wie schon in Israel entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich anfangs keine Mannschaft absetzen konnte.

Nach rund fünfeinhalb Minuten schickte Herbert seine Neulinge gleich zusammen aufs Parkett. Doch anfangs waren nach der kurzen Eingewöhnungszeit noch einige Abstimmungsschwierigkeiten zu erkenne. Nach dem ersten Viertel stand es nur 20:20.

Auch im zweiten Abschnitt tat sich das deutsche Team weiter schwer. Bei Lo und Co. wechselten sich Licht und Schatten ab, erst kurz vor der Pause setzte sich Deutschland etwas ab und ging mit einer knappen Fünf-Punkte-Führung in die Halbzeit.

Doch nach der Pause lief beim deutschen Team nicht mehr viel zusammen. Israel nutzte die vielen Unstimmigkeiten bei den Gastgebern und setzte sich auf bis zu 15 Punkte ab (65:50). Doch Deutschland zeigte großes Kämpferherz und drehte die Partie. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. (dpa)

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