Tiberiu Negrean darf mit den Wasserfreunden noch ein allerletztes Bundesligaspiel in dieser Saison bestreiten. Foto: Imago/Matthias Koch
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Wasserball-Bundesliga Wasserfreunde Spandau 04 gleichen gegen Waspo Hannover aus

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Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Duellen sprach nicht mehr viel für Spandau 04 in der Finalserie der Wasserball-Bundesliga. Nach vier Spielen ist nun aber alles wieder drin.

Der Meister lebt, und wie: 8:6 (4:1, 1:2, 2:2 1:1) siegten die Wasserfreunde Spandau 04 im vierten Finalspiel um die deutsche Wasserballmeisterschaft am Mittwochabend gegen Waspo Hannover und schafften damit in der Best-of-Five-Serie nach einem 0:2-Rückstand den Ausgleich. Die Entscheidung fällt nun am Samstag beim fünften Spiel in Hannover. „Glückwunsch an die Mannschaft, sie hat hervorragend gespielt und es mir sehr einfach gemacht“, sprach Spandaus Manager Peter Röhle, er stand in Vertretung des nach einer Roten Karte suspendierten Trainers Peter Kovacevic als Coach am Beckenrand.

In einem umkämpften Spiel verdankten die Spandauer ihr unverhofftes Comeback einem starken Anfangsviertel. In Unterzahl erzielte Tiberiu Negrean das Führungstor. Zwar schaffte Alexander Radovic schon im Gegenzug den Ausgleich, aber Spandau ließ sich nicht beirren. Nikola Dedovic erzielte schnell das zweite Spandauer Tor, Torhüter Laszlo Baksa brillierte mit einer sensationellen Parade in Unterzahl und kurz vor Ende des ersten Viertels erhöhte Stafan Pjesivac mit dem schönsten Tor des Abends auf 3:1. Als dann Marin Restovic noch ein viertes Tor nachlegte, machte sich auf der lauten und mit 250 Zuschauern gefüllten Tribüne der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg zum ersten Mal so etwas wie Feierstimmung breit.

Das fünfte und entscheidende Finale steigt am Samstag in Hannover

Hannover versiebte zwar ein Überzahlspiel nach dem nächsten, aber da Spandau sich im zweiten Viertel doch sehr zurückhielt und Luka Sekulic auf 2:4 verkürzte, kam noch einmal ein wenig Spannung auf. Pere Estrany hatte die große Chance zum Anschluss, aber wieder parierte Baksa großartig. Bei Marin Bans drittem Tor aber war sein Arm dann doch nicht lang genug.  Hannover war wieder im Spiel und Spandau wirkte nervös. Als Lukas Küppers mit einem Distanzschuss am Hannoveraner Torhüter Moritz Schenkel scheiterte, sah es nach einem torlosen Viertel für den Souverän aus. Doch Spandau hatte Glück. Der Ball prallte zurück auf Pjesivac und der drückte den Rebound zum 5:3 ins Netz.

Die Gelegenheit zur Wende war verstrichen. Marko Stamm erzielte ein sechstes und  Negrean ein siebtes Tor, Radovic und Darko Brguljan konnten jeweils nur reagieren. Draußen tobte Hannovers Präsident Bernd Seidensticker, der Hannovers ebenfalls gesperrten Trainer Karsten Seehafer vertrat, und fing sich prompt eine Gelbe Karte ein.

Hannover aber kam noch einmal zurück. Mit Brguljans Anschlusstor zum 6:7 begann eine kurze Zeit des Zitterns, Marko Stamm beendete sie mit dem achten Spandauer Tor.

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