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Gegen drei. Mijajlo Marsenic ist nicht zu stoppen. Foto: IMAGO/contrast
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Vertragsverlängerung anvisiert Maschine am Kreis – Mijajlo Marsenic geht bei den Füchsen voran

Mijajlo Marsenic ist für die Füchse extrem wichtig – bald wollen sie mit dem Aushilfskapitän verlängern.

Bei den Füchsen nennen sie ihn „die Maschine“. Denn wenn Mijajlo Marsenic den Ball bekommt, gibt es oft kein Halten. Wenn er in der Abwehr steht, wird das Durchkommen schwer. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der 2,03-Meter-Hüne seit seinem Wechsel vom Champions League-Klub Vardar Skopje nach Berlin vor gut drei Jahren zu einer wichtigen Personalie im Spiel der Berliner entwickelt hat und nun das Kapitänsamt trägt.

Zumindest kurzzeitig. Die Ehre kam dem 28-Jährigen zu, nachdem Kapitän Paul Drux verletzungsbedingt ausfiel und nun sein Vertreter Fabian Wiede mit Knieproblemen pausieren muss. Trotzdem zeigt die Nominierung, was für ein Vertrauen sie bei den Füchsen in Marsenic setzen.

„Als Kapitän der serbischen Nationalmannschaft kennt er das Amt und ist bei uns schon lange im Verein. Er spielt sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine wichtige Rolle und hat ein gutes Standing im Team“, sagt Trainer Jaron Siewert. Ein wichtiger Punkt sei, dass „Marsa“, wie der Kreisläufer landläufig genannt wird, „emotional vorangeht“.

Und diese Emotionen brauchen die Berliner momentan mit fünf Ausfällen noch mehr als sonst. Da wird Marsenic bei der heutigen Bundesliga-Partie in Stuttgart (14 Uhr, Sky) das Abwehrzentrum wieder einmal zusammenhalten. Dass das nicht immer funktioniert, ist nur verständlich.

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Zehn Zeitstrafen in elf Spielen sind nicht wenig. Ein Fakt, den sein Vorstand Sport Stefan Kretzschmar nicht nur auf übertriebene Härte zurückführt, sondern auch darauf, dass die Schiedsrichter seine Kreisläufer „extrem auf dem Kieker“ hätten. „Das beschäftigt mich und macht mich manchmal nervös“, sagt Marsenic. „Aber andererseits versuchen Schiedsrichter nur ihren Job zu machen.“ Wegen des engen Terminkalenders bliebe aber kaum Zeit, um sich lange den Kopf zu zerbrechen.

Mijajlo Marsenic blickt lieber nach vorn. Momentan befindet er sich in Gesprächen, um seinen Vertrag vorzeitig über 2023 hinaus zu verlängern. „Für mich ist es nicht die Frage ob, sondern wann“, sagt er. Was ihm fehlt, ist nur ein Titel mit den Füchsen. „Aber warum soll das nicht möglich sein. Wir können jeden schlagen“, sagt Marsenic und träumt davon, bald wieder in der Champions League auflaufen zu können. Bei den Füchsen hätten sie nichts dagegen.

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