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Daniel Brosinski ist mit Mainz immer noch punktlos. Foto: Stefan Puchner/dpa
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Unsere Fragen an den 7. Spieltag Wer gewinnt das Duell auf Hühneraugenhöhe?

Jakob Schmidt

Am Wochenende duellieren sich die zwei erfolgreichsten und die zwei erfolglosesten Teams der Liga. Außerdem treffen Herthas Treter auf Augsburgs Unschuldslämmer.

Wer findet aus dem Schlamasel?

Klar, zum Spiel der zweitplatzierten Dortmunder gegen den Spitzenreiter FC Bayern München kommen wir noch, aber die wahre Spannung des siebten Spieltags gibt es schon am Samstag um 15.30 Uhr. Da empfangen die punktlosen Mainzer den FC Schalke 04 zu einem Duell auf Hühneraugenhöhe. Es trifft der Letzte auf den Vorletzten. Dass Schalke mit jedem sieglosen Spiel einen neuen vereinseigenen Negativrekord aufstellt, ist dem kundigen Bundesligafan längst bekannt. Doch auch Mainz 05 ist zur Zeit kein Freund der Statistiken. Bei einer erneuten Niederlage wären sie der erste Verein der Bundesligahistorie, der es fertig bringt, keinen einzigen Punkt aus den ersten sieben Spielen zu holen. Hoffnung ist trotzdem erlaubt. Denn so tief beide Vereine auch im Schlamassel stecken mögen, zumindest eine der beiden Negativserien wird am Samstag reißen.

Siegt die Fairness?

Beim Spiel des FC Augsburg gegen Hertha BSC treffen am Samstagnachmittag die fairste und die unfairste Mannschaft der Liga aufeinander. Doch das war’s noch nicht: Hertha hält neben den meisten Fouls der Saison auch noch den Spitzenwert für die meisten verschuldeten Elfmeter – schon vier Stück nach nur sieben Pflichtspielen. Die Augsburger sollten also nicht nur Schienbeinschoner einpacken, sondern im Vorfeld auch ruhig Strafstöße üben.

Ist Kimmich auf Betriebstemperatur?

Joshua Kimmich hat sich bei den Bayern zu einem absoluten Weltklassespieler entwickelt. Foto: Matthias Balk/dpa Vergrößern
Joshua Kimmich hat sich bei den Bayern zu einem absoluten Weltklassespieler entwickelt. © Matthias Balk/dpa

Jeden vorsichtigen Artikel darüber, dass Joshua Kimmich (Bild) gute Chancen habe, zum nächsten großen Führungsspieler der Bayern zu reifen, würde Europas Verteidiger des Jahres wohl mit einem grimmigem Schnauben quittieren. Schließlich hat er im letzten halben Jahr mehr Spiele im zornigen Alleingang beendet, als manch cholerischer Vater beim Monopoly. Darunter mit seinen Toren die letzten beiden Begegnungen gegen Borussia Dortmund. Sollte diese Mentalitätsmaschine am Samstagabend ab halb sieben wieder heiß laufen, müsste sich der BVB warm anziehen.

Landen Gladbachs Europacup-Helden unsanft?

Den Gladbachern fiel es in den letzten Wochen schwer, sich nach den berauschenden Champions-League-Nächten gegen Real Madrid und Inter Mailand durch den schnöden Bundesliga-Alltag zu hangeln. Am vergangenen Dienstag haben sie schon wieder mit leidenschaftlichem Fußball begeistert und beim 6:0 auswärts gegen Schachtjor Donezk sogar die Tabellenführung in ihrer Gruppe erobert. Aber Obacht: Am Sonntag (Anstoß 18 Uhr) könnten die noch ungeschlagenen Leverkusener Roses Europapokal-Helden auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Und sonst?

Lohnt sich dieses Wochenende ein Blick auf die Insel. Trainer Jürgen Klopp reist am Sonntag mit dem FC Liverpool nach Manchester und trifft um 17.30 Uhr mal wieder auf Pep Guardiola. Ob das Spiel des Tabellenführers gegen City, derzeit nur Zehnter in der Tabelle, überhaupt als Topspiel angepriesen werden darf, sollen andere entscheiden.

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