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Lange her, dass Borussia Mönchengladbach zuletzt sieben Pflichtspielen hintereinander verloren hat, wie man an der Mode jener Zeit erkennt. Unter Trainer Wolf Werner waren es sogar acht. Foto: imago/Rust
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Unsere Fragen an den 26. Bundesliga-Spieltag Knackt Marco Rose mit Gladbach den Rekord?

Wer war noch mal Wolf Werner? Was hat Frank Kramer gegen Heimspiele? Welche VfB-Legende muss zittern? Unsere Fragen an den Spieltag.

Wo kann es historisch werden (Volume 1)?

Das Backparadies-Himmelmann-Topspiel am Samstagabend wird „im Netz“ bereits als El Eléndico verspottet, als das Duell „Das alte gegen das neue Schalke“. Es treffen aufeinander: Schalke 04 (das Original), Letzter der Rückrundentabelle, zehn Spiele ohne Sieg, und Borussia Mönchengladbach, Viertletzter der Rückrundentabelle, sieben Spiele ohne Sieg.

Borussias Trainer Marco Rose, der vor kurzem noch als führender Vertreter des neuen Gladbacher Ehrgeizes gefeiert wurde, hat mit seiner Mannschaft nun einen fast beispiellosen Niedergang zu verantworten. Am Samstag könnte er sogar einen negativen Vereinsrekord einstellen. In der Saison 1989/90 verlor Wolf Werner mit den Gladbachern acht Pflichtspiele hintereinander. Rose steht aktuell bei sieben.

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Werner ist ohnehin eine historische Figur in Borussias Vereinsgeschichte. Er war in der 25. Bundesligasaison des Klubs der erste Gladbacher Trainer, der entlassen wurde – und überhaupt erst der vierte, der die Mannschaft seit dem Aufstieg 1965 trainiert hat. Vier Trainer, oder wie man auf Schalke sagt: eine Halbserie.

Wo kann es historisch werden (Volume 2)?

Ein Unentschieden, eine Niederlage, ein Sieg: Das ist die Bilanz des neuen Bielefelder Trainers Frank Kramer, der bei der Arminia vor kurzem Aufstiegsheld Uwe Neuhaus abgelöst hat. Der Sieg am vergangenen Sonntag bei Bayer Leverkusen hat die Arminen nach einer gefühlten Ewigkeit wieder aus der Abstiegszone geführt. So weit, so gut, wenn da nicht der Spielplan wäre.

Denn nach auswärts kommt zu Hause, und das ist leider nicht Kramers Stärke. Verteilt über acht Jahre seit seinem Debüt im Dezember 2012 für die TSG Hoffenheim hat Kramer insgesamt sieben Bundesliga-Heimspiele hinter sich – und davon kein einziges gewonnen. Damit hat er den Rekord von Helmut Kalthoff (Hannover 96) aus der Saison 1985/86 bereits eingestellt. Die Aussichten, ihn zu übertreffen, stehen nicht schlecht. Arminia trifft heute auf der Alm auf den Bayernjäger Leipzig.

Wo kann es historisch werden (Volume 3)?

Sasa Kalajdzic ist ganz schön lang (zwei Meter), ganz schön lässig, ganz schön lustig – vor allem aber ein ganz schön guter Stürmer. In der Rückrunde hat er bereits acht Tore erzielt (vier Mal so viele wie Schalke 04) und wird damit nur von einem gewissen Robert Lewandowski (zehn, genauso viele wie der Rückrundenviertletzte Borussia Mönchengladbach) übertroffen. Am vergangenen Wochenende hat der Österreicher sogar einen Vereinsrekord eingestellt, als er das 2:0 gegen Hoffenheim erzielte und damit im siebten Spiel hintereinander traf. Genau wie 1995/96 Fredi Bobic. Am Samstag kann Kalajdzic die VfB-Legende übertreffen – im Auswärtsspiel bei den Bayern.

Wo ist Murmeltiertag?

Der 1. FC Köln spielt gegen Borussia Dortmund, und wenn es die erwartbare Niederlage gibt, ist Markus Gisdol, der Trainer und Retter der Vorsaison, auch schon wieder weg. So war das in der Hinrunde. Und in der Rückrunde? Der 1. FC Köln spielt gegen Borussia Dortmund, und wenn es die erwartbare Niederlage gibt, ist Gisdol ... Das Hinspiel beim BVB gewann der FC übrigens 2:1.

Hat jemand einen todsicheren Tipp?

Nie war ein Unentschieden so logisch wie zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Union. Schon elf Mal spielte die Eintracht in dieser Saison remis. Genauso oft wie – richtig! – Union. Das Hinspiel endete übrigens: unentschieden.

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