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Mit Köpfchen. Timo Baumgartl (l.) nach seinem 2:1 für Union. Foto: Matthias Koch/Imago
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Union siegt im letzten Test 2:1 gegen Bilbao Ekstase in Köpenick

Luca Füllgraf

Der 1. FC Union beendet die Saisonvorbereitung mit einem weiteren Erfolg. Beim 2:1 gegen Bilbao ist die Stimmung aber noch aus anderen Gründen besonders.

In der 84. Minute erhoben sich alle in der Alten Försterei. Nicht nur die 8828 Zuschauer, sondern auch die Bankspieler der Berliner standen. Anthony Ujah wurde eingewechselt und feierte nach über einem Jahr Pause sein Comeback. Die lange Leidenszeit nach einer Knieverletzung war vorbei.

„Wenn du so lange ausfällst, dann reinkommst und diese Unterstützung spürst, ist das toll“, sagte Trainer Urs Fischer nach dem letzten Testspiel der Berliner vor dem Pflichtspielstart am kommenden Wochenende im DFB-Pokal. Gegen den baskischen Traditionsklub Athletic Bilbao setzte sich der 1. FC Union 2:1 (0:1) durch und scheint nach einer zumindest den Ergebnissen nach makellosen Vorbereitung bereit für die neue Saison.

Schon vor dem Spiel war die Stimmung in Köpenick gut. Union verkaufte fast 9000 oder insgesamt 11006 verfügbaren Tickets, die Mannschaft trug das neue Heimtrikot und bei der umjubelten Vorstellung des Kaders für die neue Saison war auch Olympiafahrer Max Kruse mit dabei. Das begeisterte Publikum beklatschte vor dem Anpfiff nicht nur die eigene Mannschaft, sondern auch den baskischen Gegner und selbst das Schiedsrichtergespann.

„Das wieder zu erleben war toll. Wir haben wirklich lange darauf gewartet“, sagte Fischer nach dem Spiel. Dabei wirkte es am Samstagnachmittag zur besten Bundesligazeit um 15:30 Uhr fast so, als wären die Zuschauer nie weg gewesen. Waren sie aber. Das letzte Mal, dass es so viele Fans in der Alten Försterei gab, fand vor anderthalb Jahren im März 2020 statt.

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Dass Union am Ende gewann, lag an einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Im ersten Durchgang spielten die Gastgeber hinten fahrig und vorne harmlos. Die 1:0-Führung für Bilbao war nur folgerichtig. Nach der Pause wechselten beide Trainer ihr Personal durch und das Spiel kippte zugunsten des 1. FC Union.

In der 75. Spielminute traf Genki Haraguchi mit einem Volley-Traumtor zum Ausgleich. Fünf Minuten später war es Timo Baumgartl, der nach einer Flanke von Niko Gießelmann einköpfte. Mit Ujahs Einwechslung erreichte die gute Stimmung danach ihren Höhepunkt.

Auf das nächste Heimspiel müssen die Union-Fans jetzt aber zwei Wochen warten. Am kommenden Sonntag reisen die Köpenicker im Pokal zum Drittligisten Türkgücü München. Zuvor wird am Montag noch Unions Gegner für die letzte Runde der Play-offs in der Conference League ausgelost.

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