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Benjamin Patch kam mit seinen Angriffen beim Heimspiel besser durch als zuvor. Foto: IMAGO/Nordphoto
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Trotz eines 3:2-Sieges Die Volleys scheiden aus der Champions League aus

Beim Heimspiel gegen Trentino zeigen die Volleys, dass sie auf europäischem Niveau mithalten können. Am Ende reicht es aber nicht für das Halbfinale.

Fast wäre den Volleys am Mittwochabend ein kleines Wunder gelungen, aber eben nur fast. Im Viertelfinale der Champions League zeigten sie großen Kampfgeist gegen den italienischen Verein Trentino Volleys, doch am Ende reichte es nicht. Trotz eines 3:2-Sieges (25:21, 25:22, 9:25, 21:25, 15:13) scheiden sie aus der Königsklasse aus.

Für die Volleys war es das wohl bisher wichtigste Spiel in dieser Saison. Nachdem sie auswärts gegen Trentino 0:3 verloren hatten, standen sie mächtig unter Druck. Gleich zu Beginn des ersten Satzes wirkten sie voll konzentriert. Dank einer starken Aufschlagserie von Timothée Carle, der sich bereits zuvor in den Champions League hervorgetan hatte, gingen sie früh mit 7:6 in Führung. Vor allem Benjamin Patch, der beim Hinspiel große Probleme hatte, kam dieses Mal besser durch mit seinen Angriffen, und auch Nehemiah Mote, der zuletzt mit einer Verletzung zu kämpfen hatte, punktete ein ums andere Mal.

Dank einer spektakulären Rettungsaktion von Libero Santiago Danani konnten die Volleys einen langen Ballwechsel für sich entscheiden, und anschließend war die Stimmung auf ihrer Seite. Besonders im Aufschlag und Block steigerten sie sich, am Ende war es ein gegnerischer Aufschlagfehler, der ihnen den ersten Satz bescherte.

Die Nerven lagen blank

Weniger erfolgreich starteten sie in Satz zwei, wo sie mit vier Punkten in Rückstand gerieten. Aber selbst das konnte sie nicht aus der Fassung bringen; Stück für Stück kämpften sie sich zurück. Dank eines Asses von Sergej Grankin gelang Berlin der Ausgleich zum 9:9. Anschließend wirkte Trentino zunehmend frustriert, wohingegen die Volleys den Heimvorteil zu nutzen wussten. So laut wie noch nie in dieser Saison machten die 4157 Fans mit ihren Klatschpappen und Pauken Lärm. Als Patch den Satzball im gegnerischen Feld versenkte, war auch Trainer Énard die Erleichterung deutlich anzusehen.

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Den dritten Satz gaben die Volleys jedoch zu schnell aus der Hand und lagen zwischenzeitlich sogar mit acht Punkten zurück. Énard nutzt den Moment, um seine Stammspieler zu schonen, sodass die Spieler der zweiten Reihe ihre Chance erhielten. Das Publikum wiederum nutzte den Augenblick, um seine Stimmen zu schonen, denn die brauchte es im hart umkämpften vierten Satz. Dort gelang es keiner Mannschaft sich über einen längeren Zeitraum eindeutig abzusetzen. Dass die Nerven auf beiden Seiten blank lagen, zeigte sich auch anhand der Aufschläge, die mehrmals ins Aus gingen. Am Ende zeigten die Italiener, die sich im vorherigen Satz offenbar warm gespielt hatten, die stärkeren Nerven und holten sich den Satz.

Am Samstag geht es gegen Giesen

Damit schieden die Volleys aus der Champions League aus, der letzte Satz spielte rechnerisch keine Rolle mehr. Allzu frustriert sahen die Volleys aber nicht aus; sie haben in diesem Jahr gezeigt, dass sie auf europäischem Niveau durchaus mithalten können.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt ihnen jetzt nicht. Bereits am Samstag geht es in den Play-offs der Bundesliga gegen Giesen. Wenn sie in der Bundesliga so aufspielen wie am Mittwoch, dann dürften sie gute Chancen haben, sich erneut den Meistertitel zu sichern.

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