Schwer zu stoppen. Albas Luke Sikma (l.) und Landry Nnoko (r.) hatten im Ligaspiel vor zwei Wochen große Probleme mit Oldenburgs Center Rasid Mahalbasic. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
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Titelchance am Sonntag gegen Oldenburg Alba geht ausgeruht, aber dezimiert ins Pokalfinale

Lennard Renz

Die Personalsituation ist bei Alba Berlin mal wieder angespannt, dennoch ist die Vorfreude auf das Pokalfinale am Sonntag in eigener Halle gegen Oldenburg groß.

Besonders viele gute Nachrichten gab es für Alba zuletzt nicht und so müssen sich die Berliner Basketballer mit den kleinen Mutmachern begnügen. Denn anders als in den meisten Spielen dieser Saison geht das Team von Trainer Aito Garcia Reneses mal nicht müder aufs Parkett als der Gegner.

Alba siegte am Dienstag in Ulm zwar erst in der Verlängerung, anderthalb Stunden später erging es den Baskets Oldenburg gegen Frankfurt jedoch auch nicht besser. Wenn es am Sonntag in der Arena am Ostbahnhof (20.30 Uhr, live bei Magentasport) um den Pokalsieg geht, kommen beide Teams also mit vier Tagen Pause in die Halle.

Alba Berlins Spielplan im Februar

  • 2.2. – BBL: Oldenburg – Alba Berlin 93:88
  • 4.2. – Euroleague: Olimpia Mailand – Alba Berlin 96:102
  • 6.2. – Euroleague: Alba Berlin – Real Madrid 97:103
  • 9.2. – BBL: Alba Berlin – Göttingen 96:71
  • 11.2. – BBL: Ulm – Alba Berlin 106:112 n.V.
  • 16.2. – Pokalfinale: Alba Berlin – Oldenburg (20.30 Uhr)
  • 20.2. – Euroleague: Zenit St. Petersburg – Alba Berlin (18 Uhr)
  • 27.2. – Euroleague: Alba Berlin – Anadolu Istanbul (20 Uhr)

Ansonsten könnte die Ausgangslage bei Alba aber deutlich besser sein. Denn die Verletzungsprobleme sind bei den Berlinern mal wieder akut. Neben Stefan Peno, der in dieser Saison noch gar nicht zum Einsatz kam, fehlen auch Tim Schneider und Makai Mason. Ob Johannes Thiemann (Schulterprobleme) und Kenneth Ogbe (Gehirnerschütterung) rechtzeitig fit werden, ist noch unsicher.

Trotzdem ist die Vorfreude bei Alba natürlich groß. „Für solche Tage spielt man Basketball“, sagt Luke Sikma. Der US-amerikanische Power Forward stand mit Alba in den vergangenen drei Spielzeiten in fünf Finals – und ging jedes Mal leer aus. Das gilt auch für Peyton Siva, Niels Giffey, Schneider und Peno. Am Sonntag hat Alba aber einen gewaltigen Vorteil: Dieses Mal findet das entscheidende Spiel in Berlin vor eigenem Publikum statt.

Sikma könnte es auch mit dem Oldenburger Schlüsselspieler Rasid Mahalbasic zu tun bekommen. Beim Aufeinandertreffen in der Liga vor zwei Wochen gelangen dem Oldenburger 15 Punkte, neun Rebounds und zehn Assists. Nachdem es Landry Nnoko nie wirklich schaffte, den österreichischen Center zu stoppen, könnte Sikma oft auf ungewohnter Position gefragt sein. „Er ist sehr erfahren. Ich denke am gefährlichsten bei ihm ist, dass er das Spiel kreieren kann“, sagt Sikma über Mahalbasic. „Seine Mitspieler bringen ihn aber auch häufig für einfache Punkte gut in Szene.“

Um Mahalbasic schon früh im Spiel zu Pausen zu nötigen, wird Alba wohl wieder versuchen, ihn in der Verteidigung zu beschäftigen und ihn zu Fouls zu zwingen. In den letzten sieben Duellen zwischen Alba und Oldenburg musste der Center so vier Mal vorzeitig vom Feld. Das könnte ein entscheidender Vorteil sein – vor allem, wenn es in die Verlängerung gehen sollte.

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