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31 Menschen wurden bei der Aktion der Eisbären am Sonntag erstgeimpft Foto: imago
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Statement gegen die Unvernunft Im Kampf gegen die Schwurbler zählt jeder Pieks!

Berliner Vereine wie die Eisbären bieten vor den Spielen Impfungen an. Damit erreichen sie neue Zielgruppen - und zeigen Haltung. Ein Kommentar.

Einunddreißig Menschen wurden bei der Aktion der Eisbären am Sonntag erstgeimpft. Die Berliner hatten Besucher:innen an der Mercedes-Benz-Arena rund um ihr Heimspiel gegen Mannheim die Möglichkeit gegeben, sich gegen das Virus impfen zu lassen und im Rahmen dieser Aktion auch Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci eingeladen.

Nun hat die Veranstaltung an sich die immer noch maue Impfstatistik im Lande nicht sonderlich beeinflussen können. Tom Balkow, Senior Event Manager des Klubs, sagt dem Tagesspiegel, sie sei noch „ausbaufähig“ und werde nun weiter ausgebaut an der Arena am Donnerstag beim Spiel von Basketball-Bundesligist Alba und dann am Freitag wieder bei einem Heimspiel der Eisbären.

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Schließlich sei am Sonntag auch „Laufkundschaft“ dabei gewesen, hätten sich auch Menschen ohne Ticket für das Spiel impfen lassen. Menschen, die vorher noch nicht erreicht wurden und es nun gemacht haben – auch weil es eben so unkompliziert und unbürokratisch und ohne die Hürde Termin läuft.

31 Stimmen mehr sind in jedem Fall ein Gewinn

Hertha BSC hat das mobile Impfangebot schon vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg und zuletzt am Freitag gegen Fürth unterbreitet. Was noch mehr zählt als die Zahlen der Neuimpfungen, ist die stabile Haltung, die die Klubs ihrer Gefolgschaft und darüber hinaus demonstrieren: Lasst euch impfen – ohne Wenn und Aber; pro Vernunft!

Das ist in Zeiten, in denen auch von sich zur Wahl stellenden Randparteien wider alle gesunde Vernunft noch viel zu viel geschwurbelt wird, ein förderliches Statement. Jede Stimme der Vernunft zählt im Kampf gegen die Unvernunft. Und da sind 31 Stimmen mehr in jedem Fall ein Gewinn.

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