Michael Preetz, Geschäftsführer Sport und Kommunikation des Hertha BSC Foto: picture alliance /Monika Skolim
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Stadionpläne in Berlin Michael Preetz: Umgebautes Olympiastadion ist keine Option

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Hertha-Manager Preetz widerspricht dem Berliner Senat und besteht auf einem eigenen Stadion. Das will der Verein mit Sponsoren selbst finanzieren.

Herthas Manager Michael Preetz lehnt den Vorschlag des Berliner Senats ab, in einem umgebauten Olympiastadion zu spielen. „Neben dem Argument, dass für einen Umbau ein dreistelliger Millionenbetrag an Steuergeldern benötigt werden würde, können wir uns nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, selbst wenn es abgesenkt wird, die Laufbahn verschwindet und nur bei Bedarf wieder eingezogen wird“, sagte er dem Tagesspiegel. „Wir glauben nicht, dass es möglich ist, durch einen Umbau eine solche Atmosphäre herzustellen, wie wir sie brauchen.“

Preetz möchte mit dem Berliner Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ab 2025 in einem kleineren Stadion ganz in der Nähe der bisherigen Heimspielstätte im Olympiapark spielen, wenn der jetzige Mietvertrag ausgelaufen ist. Ein Fassungsvermögen von rund 50.000 Zuschauern sei für Hertha optimal, sagte Preetz. „Deswegen ist auch ein umgebautes Olympiastadion für uns keine Option.“ Auch eine Weiternutzung des Stadions für besonders zuschauerträchtige Spiele gegen Bayern München oder Borussia Dortmund hält Preetz für „logistisch nicht umsetzbar“.

Der Senat hatte dem Berliner Fußball-Bundesligisten einen Umbau des Olympiastadions in Aussicht gestellt, nachdem Hertha Pläne für eine eigene, reine Fußballarena vorgestellt hatte. Preetz betonte nochmals, dass eine neue Arena ohne staatliche Mittel finanziert werden würde. Einen fertigen Finanzierungsplan gebe es noch nicht, aber man sei in Gesprächen mit „einer Reihe von potenziellen Partnern“. Die anfallenden Kosten sollen nach Angaben des Managers auf mehrere Parteien verteilt werden.

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Lesen Sie das komplette Interview mit Michael Preetz im E-Paper oder dem gedruckten Tagesspiegel am Donnerstag.

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