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Florian Wellbrock gewinnt Silber über 800 Meter bei der Schwimm-WM in Budapest. Foto: Antonio Bronic/Reuters
© Antonio Bronic/Reuters

Schwimm-WM in Budapest Florian Wellbrock gewinnt Silbermedaille mit Rekord-Zeit

Die 800 Meter absolvierte Wellbrock so schnell wie noch kein Deutscher vor ihm. Die Weltmeisterschaften sind für das deutsche Team schon jetzt ein Erfolg.

Florian Wellbrock hat die Silbermedaille bei den Schwimm-Weltmeisterschaften gewonnen und dem deutschen Team in Budapest bereits das dritte Edelmetall beschert. Der 24-Jährige schlug am Dienstag über 800 Meter Freistil nach 7:39,63 Minuten an - so schnell war noch nie ein deutscher Schwimmer über diese Distanz.

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Wellbrock musste sich damit nur dem siegreichen Bobby Finke aus den USA geschlagen geben. Bronze ging an den Ukrainer Michailo Romantschuk. Drei WM-Podestplätze für das deutsche Beckenteam hatte es zuletzt 2015 und damit noch zu aktiven Zeiten von Freistil-Ass Paul Biedermann gegeben.

Für Ausnahmeschwimmer Wellbrock war es die erste Medaille bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften auf dieser Strecke. Der gebürtige Bremer, der bei Bundestrainer Bernd Berkhahn in Magdeburg trainiert, war bei der vergangenen WM in Südkorea über 800 Meter noch völlig überraschend im Vorlauf ausgeschieden.

Bei Olympia in Tokio hatte er Rang vier belegt. Ein Platz auf dem Treppchen sei sein „Anspruch“, hatte Wellbrock als Ziel formuliert. Für den Endlauf qualfizierte er sich als Zweitschnellster.

Im Finale setzte sich Romantschuk nach etwa der Mitte des Rennens an die Spitze. Wellbrock, Gregorio Paltrinieri und Finke bildeten das Verfolger-Trio. Im Schlussspurt war Finke wie schon bei seinem Olympiasieg im vergangenen Sommer der Stärkste, doch auch Wellbrock schwamm stark.

Zu Bronzegewinner Romantschuk hat Wellbrock eine besondere Beziehung. Die beiden sind nicht nur Kollegen und Konkurrenten, sondern auch Freunde. Wellbrock hatte den Ukrainer wegen des Krieges in dessen Heimat nach Rücksprache mit Berkhahn in seine Trainingsgruppe aufgenommen. „Wenn mich kein deutsches Team eingeladen hätte, wäre ich nicht hier“, sagte Romantschuk in Budapest.

Wellbrock durfte sich nach Gold über 1500 Meter im Becken und zehn Kilometer im Freiwasser 2019 über sein insgesamt drittes Edelmetall bei Langbahn-Weltmeisterschaften freuen. Für den Freiwasser-Olympiasieger soll die Medaille erst der Anfang in Ungarn sein. Wellbrock will seine Titel verteidigen und in der zweiten WM-Hälfte im Lupa-See auch über fünf Kilometer und mit der Staffel um das Podium mitschwimmen. (dpa)

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