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Lange Gesichter in Lichterfelde. Die Zukunft des Regionalliga-Teams ist unklar. Foto: Kai-Uwe Heinrich
© Kai-Uwe Heinrich

Probleme mit Investor aus China Viktoria 89 stellt Insolvenzantrag

Ende des China-Abenteuers: Viktoria 89 bekommt kein Geld mehr vom Investor und ist zahlungsunfähig.

Es sollte nach oben gehen, mit Millionen aus China. Dieser Traum ist für den FC Viktoria 89 erst einmal geplatzt. Schlimmer noch: Der Berliner Fußball-Regionalligist hat am Donnerstag einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte der Verein am Abend in einem Offenen Brief an seine Mitglieder mit. Als Grund nennt Viktoria, "ausbleibende Zahlungen des chinesischen Investors", der Advantage Sports Union (ASU). Mit der ASU hatte sich Viktoria im Mai auf eine Kooperation geeinigt, ASU-Chef Alex Zheng wollte den Verein in Richtung Profifußball führen.

Zu diesem Ziel hatte Viktoria auf einer Mitgliederversammlung beschlossen, das Regionalliga-Team auszugliedern und eine Kapitalgesellschaft zu gründen. Dieser Schritt war aber noch nicht erfolgt. Nun sei der Verein nicht mehr in der Lage, "die auflaufenden Verbindlichkeiten zu decken", heißt es in dem Offenen Brief. Zum Schutz des Vereins sei es die Pflicht des Vorstands gewesen, den Insolvenzantrag einzureichen.

Der Spielbetrieb soll weitergehen

Laut Viktoria hat es keinen triftigen Grund für die ASU gegeben, vereinbarte Zahlungen nicht mehr zu leisten. Der Spielbetrieb der rund 70 Viktoria-Mannschaften des Breitensports werde wie bisher weitergeführt. Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter sollen alle weiteren Maßnahmen in Bezug auf Arbeitsverträge von Mitarbeitern und Spielern erarbeitet werden, "inwieweit der Spielbetrieb dann in der Herren-Regionalliga Nordost fortgeführt wird, kann heute natürlich noch nicht beantwortet werden". Die Mannschaft liegt derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz, im kommenden Jahr sollte der Aufstieg in die Dritte Liga in Angriff genommen werden.

Der Vorstand des Vereins teilte mit, die ASU habe eine Fortsetzung ihres Engagements trotz aller Bemühungen abgelehnt, der Einstieg möglicher neuer Investoren sei kurzfristig nicht möglich gewesen. "Nunmehr heißt es für unsere große Viktoria Familie noch enger zusammenzurücken und unseren Traditionsverein für die Zukunft neu aufzustellen."

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