Jamie MacQueen scheitert im Penaltyschießen an Niklas Treutle, kurz vor Schluss sicherte er den Eisbären mit seinem 1:1 immerhin einen Punkt. Foto: dpa
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Nur ein Punkt in Nürnberg Eisbären verpassen Platz zwei

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In einem hochspannenden Eishockeyspiel gelingt den Eisbären spät der Ausgleich in Nürnberg, zum Sieg reicht es aber am Ende wieder nicht gegen die Ice Tigers.

Ein Unentschieden gibt es im Eishockey bekanntlich nicht mehr. Dabei hätte das Spiel der Nürnberg Ice Tigers gegen die Eisbären Berlin gar nicht ausgeglichener sein können. 1:1 stand es nach regulärer Spielzeit und fünfminütiger Verlängerung. Beide Teams hatten jeweils 41 Schüsse auf das gegnerische Gehäuse abgefeuert, die Torhüter Niklas Treutle (Nürnberg) und Petri Vehanen (Berlin) davon jeweils 40 pariert. Und doch sollte am Sonntagabend vor 7672 Zuschauern in der Nürnberger Arena eine Entscheidung fallen. Im Penaltyschießen war es schließlich soweit, Petr Pohl schoss die Ice Tigers zu zwei Punkten und dem vierten Sieg im vierten Spiel gegen die Eisbären in dieser Saison. Die Berliner mussten sich beim 1:2 (0:0, 0:1, 1:0/0:1) mit einem Punkt begnügen. Der immerhin eröffnet ihnen angesichts von nur zwei Zählern Rückstand auf Nürnberg in den verbleibenden fünf Spielen der Hauptrunde aber weiter die Chance, vielleicht doch noch an den Franken vorbei auf Platz zwei zu springen.

Auf der Leistung vom Sonntag lässt sich definitiv aufbauen. Nürnberg hatte in den ersten zehn Minuten Vorteile, danach fanden die Berliner besser in ein Spiel, in dem beide Abwehrreihen kaum etwas zuließen. So mögen das die Trainer normalerweise und als dann kurz nach Wiederbeginn Leonhard Pföderl doch der Führungstreffer für die Gastgeber gelang, änderte das wenig an der taktischen Ausrichtung beider Teams. Die Eisbären wurden in der Folge allerdings zunehmend gefährlicher in ihren Offensivaktionen. Chancen zum Ausgleich zu kommen, hatten sie schon im zweiten Drittel einige. Bis zum 1:1 dauerte es allerdings. Jamie MacQueen erzielte es nach einer Einzelaktion dann knapp fünf Minuten vor dem Ende.

Spätestens jetzt wurden Erinnerungen wach an das erste Duell der beiden Teams in Nürnberg, in dem sich die Ice Tigers auch spät das 1:1 gefangen hatten, dann aber doch im Penaltyschießen den Extrapunkt holten. Genauso lief es auch diesmal, obwohl die Eisbären in der Verlängerung gute Chancen zum Sieg hatten. Auch wenn Pohl letztlich Nürnberg jubeln ließ, dürfte sich die Niederlage bei den Eisbären nicht im Kopf festsetzen. Denn selbst wenn beide Klubs in einem Play-off-Halbfinale aufeinandertreffen, sind die Spiele aus der Hauptrunde längst Geschichte. Und ein Penaltyschießen stünde dann ja definitiv nicht mehr an. Trainer Uwe Krupp jedenfalls glaubt: „Wir müssen so spielen wie im letzten Drittel, dann haben wir gute Chancen, auch gegen Nürnberg etwas zu holen.“ (Tsp)

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