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Fredi Bobic spielte einst an der Seite von Pal Dardai, im Juni sehen sich die beiden alten Kollegen bei Hertha wieder. Foto: Imago
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Neuer Geschäftsführer bei Hertha BSC Auf Fredi Bobic wartet in Berlin eine große Aufgabe

Der Verein hat vorgelegt, nun muss die Mannschaft nachziehen. Herthas Verpflichtung von Fredi Bobic ist auch ein Signal an die eigenen Profis. Ein Kommentar.

Hertha BSC hat einen Volltreffer gelandet. Außerhalb des Platzes. Mit der – erwarteten und am Mittwochabend offiziell bekanntgegebenen – Verpflichtung von Fredi Bobic als neuem Geschäftsführer Sport ab Juni hat der Berliner Fußball-Bundesligist wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.

Bobic wollte unbedingt zu Hertha. Und Hertha wollte Bobic unbedingt als Nachfolger des im Januar freigestellten Michael Preetz, zahlt dafür eine Ablösesumme von angeblich 2,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt.

Bobic und Hertha, das passt also. Es passt noch mehr: Der ehemalige Stürmer hat einst zwei Jahre für Hertha BSC gespielt, seine Familie wohnt in Berlin.

Seine frühen Jahre als Verantwortlicher bei einem Bundesligisten, dem VfB Stuttgart, waren nicht von großem Erfolg gekrönt. Die Bilanz der vergangenen Jahre spricht aber absolut für Herthas neuen Mann.  Als er 2016 nach Frankfurt kam, hatte das Team gerade mit Mühe und Not in der Relegation den Abstieg vermieden.

Seitdem stand die Eintracht zweimal im Finale des DFB-Pokals, hat diesen einmal gewonnen und erreichte das Halbfinale in der Europa League. Aktuell sind die Chancen bestens, in die Champions League einzuziehen. Zu diesen Erfolgen hat Bobic mit klugen Verpflichtungen und Verkäufen einen großen Teil beigetragen.

Bobic kommt zu einem Klub mit riesigen Ambitionen

Nun soll er den nächsten kriselnden Klub nach oben führen. Einen Klub, der riesige Ambitionen hat, seit Investor Lars Windhorst im Jahr 2019 eingestiegen ist. Eines steht fest: Leicht wird das nicht. Schon allein, weil noch gar nicht klar ist, in welcher Liga Bobic bei Hertha anfängt. Die von Vorgänger Preetz mit viel Geld zusammengestellte Mannschaft hängt im Abstiegskampf fest.

Sie macht mal Fortschritte, erleidet dann wieder Rückschläge. Trotzdem sollte der Klassenerhalt machbar sein. Das Abwenden des größtmöglichen sportlichen Desasters würde den Start für Bobic deutlich erleichtern, aber nicht alle Probleme des Vereins auf einen Schlag lösen.

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Zumal auch etwas anderes noch nicht klar ist: Wer trainiert Hertha BSC in der kommenden Saison? Weiterhin Pal Dardai oder jemand anders?

Die Vereinsverantwortlichen haben mit der Verpflichtung von Bobic auf jeden Fall vorgelegt, die Mannschaft muss nun ihren Teil beitragen und in der Liga bleiben. Dann kann Bobic gemeinsam mit Carsten Schmidt, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, richtig loslegen – um Hertha in eine bessere sportliche Zukunft zu führen.

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