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In der Schlussphase gab Union nochmal alles und besonders Sheraldo Becker glänzte am Ende. Foto: dpa/ Ina Fassbender
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Nach dem 1:1-Unentschieden bei Bayer Leverkusen Für den 1. FC Union ist Europa plötzlich ganz nah

Der 1. FC Union nimmt einen Punkt in Leverkusen mit - eine gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag. Beide Teams profitierten von Gladbachs Patzer.

In der Schlussphase gaben sie noch mal alles. Besonders Robin Knoche und Sheraldo Becker glänzten am Ende. Die Spieler des 1. FC Union retteten ein 1:1 (0:1)-Unentschieden bei Bayer und kamen mitunter sogar auch dem 2:1 mehrmals nah. Es war ein verdienter Punkt, der Union eine gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag beschert, so sah es auch Christopher Trimmel.

Unions Kapitän sagte: „Es wäre natürlich Wahnsinn. Wir sind noch immer dabei. Wir müssen im letzten Spiel gegen Leipzig schauen, dass wir es positiv gestalten, weil wir es in der eigenen Hand haben. Wir freuen uns schon darauf. Wir haben ein Heimspiel – wir wissen, da sind wir sehr stark. Wir hoffen natürlich, dass wir es schaffen.“

Für den 1. FC Union ist die Conference League nämlich plötzlich greifbar nah. Bayers Ausnahmetalent Florian Wirtz, erst seit dem 3. Mai volljährig, erzielte in der ersten Halbzeit die Führung für Leverkusen. Union glich durch Joel Pohjanpalo, Leihspieler aus Leverkusen, in der zweiten Halbzeit aus.

Bei Bayer fehlten gegenüber dem 0:0 in der Vorwoche in Bremen mit Leon Bailey, Dailey Sinkgraven und Ezequiel Palacios gleich drei Spieler verletzungsbedingt. Bei den Gästen musste Pohjanpalo dem komplett genesenen Max Kruse weichen und saß zunächst nur draußen.

Auf den Torjubel verzichtete Pohjanpalo

Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem beide nach vorne spielten, beide Chancen hatte und recht früh jubelten – aber vergeblich. Leverkusens Patrik Schick hatte den Ball vor dem Torschuss mit der Hand mitgenommen, vor dem Treffer von Kruse hatte Vorlagengeber Robert Andrich im Abseits gestanden.

Auch beim Treffer von Wirtz war es eine Sache von Zentimetern, doch beim Schuss von Wendell stand der 18-Jährige am langen Pfosten knapp nicht in der strafbaren Zone. Insgesamt war Union vor der Pause aber mindestens ebenbürtig oder sogar mehr, was 8:4 Torschüsse dokumentierten.

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Auch nach dem Wechsel drückten die Gäste. Trainer Urs Fischer brachte nach 54 Minuten Pohjanpalo, der Sekunden später am Strafraum zum Scherenschlag ansetzte, den Ball aber verfehlte. Die Leverkusener waren nur noch durch Konter gefährlich, die sie aber zu unsauber ausspielten.

Dann bestrafte Pohjanpalo seine eigentlichen Kollegen doch. Den Kopfball parierte der finnische Nationalmannschaftskollege Lukas Hradecky, der Nachschuss war drin. Auf den Torjubel verzichtete Pohjanpalo.

Bei Union waren übrigens nicht alle so zufrieden mit dem einen Punkt von Leverkusen wie Trimmel. Torwart Andreas Luthe sagte, er habe „gemischte Gefühle“, denn: „Wir hatten heute eigentlich nichts zu verlieren gehabt.“ Dass die Entscheidung um eine Woche vertagt sei, sei doch weniger schön, fand Unions Keeper. (Tsp/dpa)

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