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Trainer Julian Nagelsmann (links) gratuliert Münchens Robert Lewandowski nach dem Spiel. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Update Nach 5:2 gegen Lissabon Bayern steht im Champions-League-Achtelfinale

Der FC Bayern München zaubert offensiv mal wieder, zeigt aber in der Defensive erneut Schwächen. Lewandowski trifft drei Mal.

Wieder mit Trainer Julian Nagelsmann an der Seitenlinie hat sich der FC Bayern München vorzeitig für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Der Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga überzeugte am Dienstagabend gegen Benfica Lissabon mit 5:2 (2:1) und machte mit der makellosen Bilanz von vier Siegen (17:2 Tore) in vier Gruppenspielen den Einzug in die erste K.o.-Runde perfekt.

Dreifach-Torschütze Robert Lewandowski in seinem 100. Königsklassen-Spiel (26./62./84.) Minute), Serge Gnabry (32.) und Leroy Sané (49.) trafen in der Allianz Arena für den deutschen Rekordmeister. Morato (38.) und Darwin Nunez (74.) waren für die Portugiesen erfolgreich. Jubilar Lewandowski scheiterte kurz vor der Pause mit einem Handelfmeter (45.+1).

„Absolute Gier“ hatte Trainer Nagelsmann, der nach vier verpassten Pflichtspielen wegen einer Corona-Infektion die Quarantäne am Spieltag verlassen und seine Mannschaft wieder coachen durfte, bei seiner Rückkehr auf die Bayern-Bank Team eingefordert. Was er dann zu sehen bekam, war große offensive Klasse, aber auch - mal wieder - einige Nachlässigkeiten im Defensivverhalten.

So hätte Benfica die Bayern bereits in der Anfangsphase durchaus mit einem Gegentreffer bestrafen können. Es fehlten einige Male nur Zentimeter, auch beim Abseitstor von Lucas Verissimo (16.).

Titelreif ist aber zweifelsohne die Angriffsmaschinerie der Münchner. Vor allem Kingsley Coman zeigte auf der rechten Außenbahn, warum ihn Nagelsmann für einen der „Top-Flügelspieler auf diesem Planeten“ hält. Bereits in der sechsten Minute bereitete der Franzose mit einem tollen Solo eine Riesenchance von Gnabry vor, die Torhüter Odysseas Vlachodimos parierte.

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Eine feine Flanke von Coman war es auch, die Lewandowskis erstes Tor im Jubiläumsspiel ebnete. Der Weltfußballer musste nur noch per Kopf einnicken. Lewandowski kann es aber nicht nur als Torjäger, sondern auch als Vorbereiter. So setzte er Gnabry in Szene, der per Hacke die Weichen klar auf Sieg stellte.

Lewandowski scheitert mit einem Elfmeter

Ganz untypisch war für den Super-Torjäger aber der Fauxpas vom Elfmeterpunkt, als er den Ball Vlachodimos in die Arme schoss (45.+1). Es war sein erster Fehlschuss im 13. Versuch vom Elfmeterpunkt in der Champions League für die Münchner. Zudem hätten die Bayern bei weiteren Großchancen von Alphonso Davies an dessen 21. Geburtstag (19.) und Benjamin Pavard (20.) für klare Verhältnisse sorgen können.

Dass eine gewisse Spannung blieb, lag indes am ersten Gegentor im vierten Spiel. Und das hatte gar nicht mal damit zu tun, dass Youngster Tanguy Nianzou erstmals seit September wieder zum Einsatz kam. Der 19 Jahre alte Franzose war in die Innenverteidigung gerückt, weil Niklas Süle und Lucas Hernández wegen leichteren Blessuren nicht zum Aufgebot gehörten.

Vielmehr stimmte bei den Bayern die Zuordnung nicht, als Morata geradezu ungestört zum Anschlusstreffer einköpfen konnte. Diese Unzulänglichkeiten hatten bereits die historische Pokal-Pleite in Gladbach (0:5), aber auch die zwei Gegentreffer beim 5:2 gegen den 1. FC Union ermöglicht.

Auch Sané trifft

Für den deutschen Rekordmeister war es zu verschmerzen. Denn im zweiten Durchgang zündete auch Sané, nachdem er in den ersten 45 Minuten noch ein wenig im Schatten seiner Offensivkollegen gestanden hatte. Nach Vorarbeit von Joshua Kimmich und Davies traf der Nationalspieler per Volleyballschuss.

Schon im Hinspiel hatte er mit zwei Toren ein starkes Spiel gemacht. Kurz darauf fehlte nicht viel zu seinem nächsten Doppelpack. (52.). Und Sané war es auch, der Lewandowski das zweite Tor auflegte.

Vielspieler Thomas Müller konnte sich all das genüsslich von der Bank anschauen. Auch mit Blick auf das Spitzenspiel gegen Freiburg am Wochenende erhielt der Weltmeister von 2014 eine Pause und kam erst Mitte der zweiten Halbzeit ins Spiel - genauso wie der Ex-Leipziger Marcel Sabitzer. Der leistete sich auch gleich den Fehlpass zum zweiten Gegentor durch Nunez. Neun Gegentreffer in den letzten drei Pflichtspielen sind dabei gar nicht Bayern-like. Dafür treffen die Bayern nach Belieben, Lewandowski kam sogar noch zu seinem Dreierpack. (dpa)

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