Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Kein Hingucker. Ginters (unten) Borussia war gegen City erneut chancenlos. Foto: Szabo/Reuters
© Szabo/Reuters

Nach 0:2 gegen Man City ausgeschieden Gladbachs Serie setzt sich auch in der Champions League fort

Wie im Achtelfinal-Hinspiel verliert Borussia Mönchengladbach auch im zweiten Duell 0:2 gegen Manchester City und scheidet damit in der Champions League aus.

Raus ohne Applaus. Das erneut gegen Pep Guardiolas Manchester City chancenlose Borussia Mönchengladbach hat sich mit der siebten Pflichtspiel-Niederlage in Serie für wahrscheinlich mindestens anderthalb Jahre vom europäischen Fußball verabschiedet. Das 0:2 (0:2) in Budapest im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag verlängerte die Krise der abgestürzten Borussen und ihres scheidenden Trainers Marco Rose.

Die früheren Bundesliga-Profis Kevin De Bruyne (12. Minute) und Ilkay Gündogan (18.) sorgten für Citys fünften Sieg im sechsten Champions-League-Spiel gegen Gladbach seit 2015. Schon das Hinspiel am 24. Februar hatte Gladbach 0:2 verloren.

„Wir haben gegen eine der weltbesten Mannschaften gespielt. Die waren uns in 180 Minuten einfach überlegen“, bekannte Gladbachs Kapitän Lars Stindl bei Sky. „Wir haben wenig Zugriff gehabt, City hat es unfassbar gut gemacht.“

Das Guardiola-Team unterstrich mit dem ungefährdeten Erfolg seine Titel- Ambitionen und steht zum vierten Mal in Serie im Viertelfinale der Champions League. Rose hingegen ist auf negativer Rekordjagd. Durch die erneute Niederlage zog der aktuelle Borussen-Coach mit den Klub-Idolen Jupp Heynckes und Rainer Bonhof gleich, die einst ebenfalls sieben Niederlagen am Stück verantworten mussten. Sollten die Borussen am Samstag gar beim Bundesliga-Letzten Schalke verlieren, hätte Rose Wolf Werners Serie von acht Pflichtspiel-Niederlagen nacheinander aus dem Jahr 1989 eingestellt.

Spätestens dann würde es auch für Rose eng werden. Der 44-Jährige, der im Sommer zu Borussia Dortmund wechselt und von vielen Fans angefeindet wird, hatte zuletzt noch mehrfach das Vertrauen von Sportchef Max Eberl ausgesprochen bekommen.

Offensiv war Gladbach erneut ohne Durchschlagskraft

Gegen die individuelle Extra-Klasse von Man City hatte sich die Borussia allerdings nicht viel vorzuwerfen. Wie in etlichen Spielen zuvor auch hatte das Team engagiert begonnen, war offensiv aber ohne Durchschlagskraft. Jegliche verwegene Hoffnung auf ein Weiterkommen machte De Bruyne schon früh zunichte.

Mit seinem unhaltbaren Distanzschuss brachte Deutschlands Fußballer des Jahres 2015 sein Team schon nach gut zehn Minuten in Führung. Damit waren Gladbachs Ambitionen auf das Viertelfinale noch unrealistischer als ohnehin schon.

[Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können]

Als der derzeit herausragende deutsche Nationalspieler Gündogan nur sechs Minuten nach der Führung erhöhte, war das Achtelfinale endgültig entschieden. Gegen die Pass-Maschinerie der Engländer war der Bundesliga-Zehnte zwar nicht ganz so überfordert wie im Hinspiel. Trotzdem wurde Man City kaum vor ernsthafte Probleme gestellt.

Rose versuchte es in der letzten halben Stunde noch einmal mit dem momentan extrem formschwachen Top-Scorer Alassane Plea und Hannes Wolf für die glücklosen Marcus Thuram und Breel Embolo, in Gefahr geriet das seit nunmehr 705 Minuten in der Champions League gegentorlose Team von Pep Guardiola indes nicht mehr. (dpa)

Zur Startseite