Gute Laune: Paulinho (links) und Karim Bellarabi trafen beide für Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Leipzig nur remis, Leverkusen siegt hoch Spiel ohne Risiko – Spiel mit Spaß

Bayer Leverkusen fertigt die Frankfurter Eintracht ab, im Spiel zwischen Wolfsburg und Leipzig fällt kein Tor. Auch unter den Fans bleibt es weitgehend ruhig.

Die nächsten wilden Proteste? Schmähungen? Spielabbrüche? Weit gefehlt, auch in den weiteren Samstagsspielen der Fußball-Bundesliga lief an diesem Spieltag alles glimpflich ab.

Leverkusen – Frankfurt 4:0
Die Fans von Eintracht Frankfurt waren in dieser relativ spaßbefreiten Fußballwoche doch tatsächlich diejenigen, die für ein bisschen was zu lachen sorgten. „Dietmar Hopp, du Sohn einer Mutter“, plakatierten sie beim 2:0-Pokalerfolg gegen Bremen, und: „Adi, meld dich, wenn du ’ne Spielunterbrechung brauchst.“

Adi, Nachname Hütter, Trainer der Frankfurter, hatte am Mittwoch noch kein Interesse an diesem frivolen Angebot, am Samstag beim Gastspiel in Leverkusen hätte er ein kleines Timeout jedoch wahrscheinlich gerne mitgenommen. Denn gegen blitzgescheite Leverkusener lag sein Team schon nach einer Viertelstunde mit 0:2 zurück. Kai Havertz und Karim Bellarabi hatten nach schönen Hereingaben den Ball nur noch über die Linie grätschen müssen. Von Frankfurt kam wenig.

Dann wurde das Spiel tatsächlich unterbrochen – jedoch ganz regulär, zur Halbzeit. Es nützte Hütters Eintracht wenig. Bayers Angreifer Paulinho legte zu Beginn der zweiten Hälfte schnell zwei Tore nach, und damit war das Spiel gelaufen. Die Stimmung in Leverkusen war dementsprechend gut, obwohl Sven Bender sich das Knie verdreht hatte und vom Feld musste. Für die Eintracht gab es diesmal hingegen nichts zu lachen.

Wolfsburg – Leipzig 0:0
Wenn es ein Spiel an diesem Nachmittag gab, das man in Sachen Fanproteste als Null-Risiko-Spiel betrachten konnte, dann war das wohl die Partie zwischen Wolfsburg und Leipzig. Beide Anhängerschaften haben sich in der Vergangenheit schließlich als recht zahm erwiesen – die Leipziger machten in der Vorwoche sogar mit einer großen „Love, Peace and Rasenball“-Choreographie von sich reden.

Diese Schmerzen: Zwischen Wolfsburg und Leipzig ging es zur Sache. Foto: Ronny Hartmann/AFP Vergrößern
Diese Schmerzen: Zwischen Wolfsburg und Leipzig ging es zur Sache. © Ronny Hartmann/AFP

Rasen und Ball wurden am Samstag in Wolfsburg dann auch tatsächlich geboten, von Liebe und Frieden war allerdings nicht allzu viel auf dem Platz zu spüren. Beide Teams gaben es sich ordentlich, nur Torchancen wollten dabei lange nicht so recht herausspringen. Die beste Möglichkeit vergab dann Angelino für Leipzig, als er gegen Ende der ersten Hälfte hübsch im Strafraum freigespielt wurde, seinen Gegenspieler abtauchen, aber den Ball dann über den Schlappen rutschen ließ.

Auch in der zweiten Hälfte taten sich die Leipziger schwer. Trainer Julian Nagelsmann wechselte deshalb nach einer Stunde Nationalstürmer Timo Werner ein, den er vor dem Champions-League-Spiel gegen Tottenham geschont hatte. Null Risiko eben. Aber am Ende eben auch null Tore auf beiden Seiten. (Tsp)

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