Fokussiert: Austin Ortega, der Neuzugang von den Eisbären Berlin, ist ein neuer Hoffnungsträger. Foto: Andreas Gora/imago
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Leichter Aufwärtstrend Neuzugang Ortega lässt die Eisbären auf die Play-offs hoffen

Austin Ortega überzeugt bei seinem Heimdebüt. Der US-Amerikaner beweist, dass es beim Eishockey nicht auf die Körpermaße ankommt.

Austin Ortega bewies, dass beeindruckende Körpermaße längst keine notwendigen Bedingungen sind, um im modernen Eishockey bestehen zu können. Der nur 1,73 Meter große Stürmer, der erst in der Länderspielpause der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zu den Eisbären Berlin gewechselt war, steuerte am Sonntag bei seiner Heimpremiere zwei Tore und eine Vorlage zum 6:3-Sieg gegen die Krefeld Pinguine bei. So hatte der 24 Jahre alte US-Amerikaner gehörigen Anteil daran, dass die meisten Zuschauer in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof nach vier Heimniederlagen einen enorm wichtigen Sieg im Kampf um die Pre-Play-off-Plätze bejubeln konnten.

Schlau und konsequent

„Das war ein super Einstand, die Fans kennen ihn jetzt“, sagte Verteidiger Florian Kettemer. Dass der schnelle, technisch versierte Flügelstürmer der kleinste Profi im Kader ist, spielt für Kettemer keine Rolle: „Er zeigt seine Größe anders.“ Lob gab es auch von Trainer Stéphane Richer. „Er ist ein schlauer Spieler“, sagte der Kanadier, der Ortega in seiner Rolle als Sportdirektor nach Berlin geholt hatte. „Er hat große offensive Fähigkeiten, aber er spielt auch konsequent in der Defensive.“

Tatsächlich zeigte Ortega, der zuvor beim Schwedischen Meister Växjö Lakers mit der defensiven Spielweise nicht zurecht gekommen war, an seinem ersten Wochenende, dass er für die Eisbären eine Bereicherung werden kann. Bereits bei seinem Ligadebüt am vergangenen Freitag in Schwenningen hatte er zwei Tore vorbereitet.

So stehen für ihn nach zwei Spielen schon fünf Scorerpunkte zu Buche. Das interessiert den Angreifer allerdings kaum. „Ich versuche einfach, mein Spiel zu spielen und so hart zu arbeiten, wie ich kann“, sagte er. Zudem seien die Pucks bei seinen Toren „glücklich gesprungen“.

Aubry legte gegen Krefeld fünf Tore auf

Doch es lag nicht nur an Ortegas gelungenem Einstand, dass bei den Eisbären nach einer bisher lange enttäuschenden Saison fünf Spiele vor dem Hauptrundenende plötzlich Hoffnung auf erfolgreiche Play-offs keimt. Auch die während der Länderspielpause genesenen Profis überzeugten bei den jüngsten beiden Siegen – allen voran Louis-Marc Aubry, der gegen Krefeld gleich fünf Tore vorbereitete. Ob der zarte Aufwärtstrend nachhaltig ist, muss sich bereits an diesem Dienstag (19.30 Uhr, live auf Magentasport) erweisen, wenn die Berliner bei den Straubing Tigers antreten.

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