Robert Harting drehte am Sonntag in Berlin seine Abschiedsrunde, doch 2019 könnte er wieder beim Istaf sein. Foto: dpa
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Leichtathletik in Berlin Das Istaf will den kleinen Boom weiter nutzen

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Der Istaf-Veranstalter ist mit der 77. Auflage sehr zufrieden - und schmiedet weitere Pläne mit Robert Harting.

Es war ein ungewöhnlicher Montag für Robert Harting. Zum ersten Mal in zwölf Jahren Leistungssport musste der Diskuswerfer am Tag nach einem großen Wettkampf nicht mehr an seinen Sport oder das Training denken. Denn nun ist seine große Karriere tatsächlich vorbei. Der 33-Jährige bestritt am Sonntagabend beim Istaf im Berliner Olympiastadion seinen letzten Wettkampf – und wurde dabei mit 64,95 Meter zudem noch starker Zweiter hinter seinem Bruder Christoph Harting (65,67 Meter).

Seine Zukunftspläne hat Robert Harting noch nicht konkretisiert, zuerst will er im nächsten Jahr sein Studium in Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation abschließen. Die Chancen, dass der Berliner aber auch beim Istaf 2019 involviert ist, stehen gut. „Robert wäre auf jeden Fall jemand, mit dem wir enger zusammenarbeiten wollen“, sagt der Meeting-Direktor Martin Seeber. Er wolle ihm erstmal etwas Ruhe und Abstand gönnen, betont Seeber. „Dann setzen wir uns zusammen.“

Das Istaf 2019 wird ein Vorgriff auf die WM

Auch wenn nun in Harting einer der populärsten deutschen Leichtathleten und eines der Istaf-Zugpferde seine Karriere beendet hat, zieht Seeber ein überaus positives Fazit der 77. Auflage. Mit 45 500 Zuschauern wurde das angestrebte Ziel erreicht. Und der Termin nach der EM im August, mit dem der 54-Jährige eigentlich nicht so glücklich war, stellte sich doch als gut heraus. „Es war wirklich positiv, dass wir nach der EM stattgefunden haben“, sagt Seeber. „So war es eine Zugabe und hat viele Besucher noch mal ins Stadion gelockt. Und diejenigen, die die EM verpasst haben, sind auch gekommen.“

Mit 16 Disziplinen, bis zu vier liefen parallel, sind die Veranstalter jedoch an ihre Grenzen gestoßen. „Mehr geht auch logistisch nicht“, sagt Seeber. Für das nächste Istaf will er sich daher noch offen halten, welche Disziplinen dann integriert werden. Der Termin dafür steht jedenfalls schon: 1. September 2019. Es wird ein Vorgriff auf die WM, die vier Wochen später in Katar stattfindet. Seeber betont: „Wir werden auch da unser Bestes geben, um den kleinen Leichtathletik-Boom, den es derzeit gibt, weiter zu nutzen.“

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