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Nach dem 1:1 Ausgleich hatte Marcel Noebels beim Spiel gegen Wolfsburg allen Grund zum Jubeln. Foto: imago images
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Interview mit Marcel Noebels nach dem ersten Finalspiel der Eisbären „Es geht jetzt um alles oder nichts - und das können wir!“

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Wolfsburg glaubt Marcel Noebels fest daran, dass die Eisbären am Mittwoch die Finalserie ausgleichen werden.

Marcel Noebels, nach dem ersten Spiel der Eisbären in der Finalserie hat Ihnen Ihr Trainer Serge Aubin einen freien Montag gegönnt. Es geht ja erst am Mittwoch weiter in der Serie. Wie erholen Sie sich denn?
Ja, ich habe frei. Aber ich gehe jetzt doch gleich zum Welli und aufs Eis. Ich komme dieser Tage vom Hockey nicht los.

Verständlich. Spiel eins gegen die Grizzlys Wolfsburg lief ja für Ihre Mannschaft eher unglücklich. Sie unterlagen am Sonntag 2:3 nach Verlängerung. Auch im Viertel- und Halbfinale verloren Sie mit den Eisbären jeweils das erste Spiel und gewannen am Ende doch die Serien. Eigentlich sind Sie jetzt wieder voll im Plan, oder?
Jetzt muss ich lachen. Sorry. Natürlich war das nicht so lustig am Sonntag, das hätte in der Verlängerung in beide Richtungen gehen können. Und irgendwie ist es auch sehr ärgerlich, wir waren so heimstark in der Hauptrunde und nun haben wir in den Play-offs schon drei Mal zu Hause verloren.

Aber in den Play-offs interessiert eben nicht, was an Spieltag 16 war. Aber ich sage es mal so: Wir hatten am Sonntag eine gute Chance zu gewinnen, nun müssen wir in Spiel zwei die Kleinigkeiten besser machen, dann gewinnen wir das auch.

In den Serien gegen Iserlohn und Ingolstadt haben Sie Spiel zwei jeweils recht beeindruckend gestaltet…
Man kann auch von uns erwarten, dass wir in Wolfsburg stark aus der Kabine kommen. Es geht jetzt um alles oder nichts am Mittwoch. Ich bin mir sicher, dass alle unsere Jungs mit dem Druck umgehen können und das wir das dann schaffen, das dritte Spiel am Freitag in Berlin zu erzwingen.

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Nun wurden die Wolfsburger für ihre defensive Spielweise schon stark kritisiert. Von Mauereishockey ist die Rede vielerorts, wie sehen Sie das aus Spielerperspektive?
Da ist ein bisschen was dran, aber das trifft es nicht allein. Sie spielen vielleicht nicht das schönste Eishockey, aber sie sind sehr diszipliniert. Nicht ohne Grund sind sie nun nur einen Sieg davon entfernt, Deutscher Meister zu werden. Ihr Programm haben die bisher eiskalt bewältigt, aber da kommt es jetzt auf uns zu, dem etwas entgegenzusetzen.

Natürlich möchten Sie die Saison mit dem Titel für die Eisbären krönen, aber für Sie ist die Spielzeit schon ein Erfolg. Jetzt sind Sie am Sonntag von der Deutschen Eishockey schon wieder zum MVP, zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt worden. Wie wichtig ist Ihnen das?
Klar, das ist eine Riesenehre für mich und eine Auszeichnung, auf die ich vergangenes Jahr schon stolz war. Es war auch ein Ansporn, meine Leistung zu bestätigen und ich glaube, das ist mir in dieser Saison gelungen. Aber: Ohne meine Mannschaft wäre ich nicht dahingekommen.

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