So sehen Sieger aus. Die internationale Presse feiert Bayern München nach dem Champions-League-Sieg. Foto: AFP
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Internationale Presse zur Champions League „Die Bayern haben Magie in ihren Stiefeln“

Der FC Bayern belohnt sich nach einem sagenhaften Finalturnier mit dem Champions-League-Sieg. Die internationale Presse feiert die Münchner.

Die internationale Presse huldigt dem FC Bayern München als würdigem Sieger der Champions League. Während der "Guardian" die bayrische Cleverness lobt, kommt PSG-Star Neymar in England nicht so gut weg. Der "Telegraph" bezeichnet den Brasilianer als "Schatten seiner Selbst". Hier gibt es die internationalen Pressestimmen zum Finale zwischen den Bayern und Paris im Überblick.

Gazzetta: „Der Fluch der Pariser geht weiter, versenkt von einem Jungen, der in ihrem Jugendbereich aufgewachsen ist. Für die Bayern ist es jedoch der Preis der absoluten Dominanz: Niemand hat es jemals geschafft, alle Champions-League-Spiele zu gewinnen, vom ersten der Gruppe bis zum letzten.“

Independent: „Diese komischste aller Champions-League-Saisons endet mit dem größten Traditionalisten unter den Gewinnern und einer klassischen Abschlusspointe. Altes Geld schlägt neues Geld - dank eines Jungen, der seinem früheren Verein zeigt, warum er bei ihm falsch lag.“

Guardian: „Mit einem attraktiven Spiel und hohem Pressing haben die Bayern ihren Weg mit 33 Siegen und nur zwei Niederlagen in 36 Spielen in allen Wettbewerben wie ein Bulldozer bestritten. Und der Punkt, als man den Eindruck hatte, Flick könnte falsch liegen, scheint seit Langem überschritten.“

Sun: „Flick ist jetzt sicher keine Übergangslösung mehr. Wie ein Genie hat er einen Lauf von 21 Siegen in Folge in allen Wettbewerben produziert. Damit, dass er Coman Perisic vorzog hat er einen weiteren Streich hinzugefügt. (...) Die einzige Überraschung ist, dass es kein Tor für Robert Lewandowski gab.“

AS: „Die Bayern haben Magie in ihren Stiefeln. Er hatte es immer. Robert Lewandowski ist eine Kanone. Manuel Neuer scheint Magnete an seinen Handschuhen zu tragen, und Joshua Kimmich verkörpert das Kriegergen, das das Allianz-Arena-Team im Laufe der Geschichte definiert hat. Natürlich brauchte er einen Katalysator, der all das Potenzial kanalisieren konnte, das unter den rot-weißen Trikots verborgen war. Und genau dort erscheint Flick. Eine gemächliche Person. Herzlich, aber immer direkt und offen. So wie sie sie in München lieben.“

L‘Equipe über Coman: „Die Geschichte ist grausam und wird sich daran erinnern, dass ein Kind von PSG die Träume von einem ersten Sieg in der Champions League für Paris ausgelöscht hat.“

L‘Equipe über Neymar: „Die Geschichte wird sich daran erinnern, dass der größte Transfer in der Fußballgeschichte (222 Millionen Euro) sein Finale verpasst hat, dass er in Tränen aufgelöst war: eine persönliche Niederlage gegen Neuer (18.) und eine durchschnittliche Leistung“.

Le Parisien: „Wir sind immer noch stolz auf sie“

Marca: „Kaiserliche Bayern!“

Telegraph: "Es wird keinen Trost für PSG geben, die zahllose Chancen liegengelassen haben, dem Finale ihren Stempel aufzudrücken. Kylian Mbappé war zahnlos und Neymar ein Schatten seiner selbst. Die Bühne wurde den Bayern und Flick überlassen, der Jupp Heynckes mit einem außergewöhnlichen Triple nachahmte."

Blick: "Paris kann kein Mittel gegen die Bayern und auch Manuel Neuer im Tor finden. Die Über-Bayern bringen die Führung über die Zeit und krönen ihre starke Saison mit dem Titel."

Neue Zürcher Zeitung: "Mit einem 1:0 schlossen die Münchner Bayern eine makellose Champions-League-Saison ab, eine Saison, die vielleicht einmal als die beste der Vereinsgeschichte gelten wird. Neymar, Kylian Mbappé und Ángel Di María in Schach zu halten – das war die Aufgabe, die die Bayern zu bewältigen hatten, und sie lösten sie im Stile eines Klasseteams. Niemand wird daran zweifeln, dass dieses ungewöhnliche Turnier einen würdigen Sieger gefunden hat." (tsp)

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