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Zlatan Ibrahimovic ist auch mit 40 Jahren noch für viele Tore gut. Foto: Alberto Lingria/REUTERS
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Ibrahimovic und Ronaldo treffen auch im hohen Alter Die Dorian Grays des Fußballs

Zlatan Ibrahimovic ist 40, Cristiano Ronaldo 36. Doch mit den Altherrenfußballern, die unser Autor aus seinem Dorfverein kannte, haben sie nichts gemein.

Der Autor dieser Zeilen hat früher noch mit Skepsis auf die Fußballer des Dorfvereins geblickt, die unter dem Label „AH“ aufliefen. Es waren für Kinderaugen sehr alte Menschen. Wahrscheinlich so um die Dreißig oder sogar noch älter, auch wenn das kaum möglich erschien. Merkwürdig steif jagten sie dem Ball nach. Und meistens zwickte hier und da was. Der schmerzvolle, verkniffene Gesichtsausdruck gehörte zur „AH“ dazu. Genauso wie ein kleines Bäuchlein oder sogar das, was gemeinhin als Plauze verstanden wird.

Nun, die „AH“, die Alten Herren, gibt es immer noch. Oder anders formuliert: Sie gibt es mehr denn je. Selbst im Profifußball sind sie nicht mehr wegzudenken. Am Wochenende erzielte der mit seinen 40 Jahren für Kinderaugen uralte Zlatan Ibrahimovic erst ein Tor und holte später noch einen Elfmeter heraus. Cristiano Ronaldo, inzwischen auch schon im 37. Lebensjahr angekommen, traf ebenfalls und leistete wie Ibrahimovic einen Assist zu einem Tor.
Wie ist es möglich, dass die skeptisch beäugten Fußballgreise von gestern die Stars von heute sind?

Von Cristiano Ronaldo ist bekannt, dass sein Lebensinhalt die stetige Optimierung seiner Physis ist. Und ein Arzt des Schweden Ibrahimovic befand vor wenigen Jahren dessen Körper als wahres Wunder. Von Muskeln und Sehnen wie von einem 15-Jährigen berichtete er. Insofern können sich alle Herren mittleren Alters beruhigen. Die Dorian Grays des Fußballs stehen gewiss nicht als Vorbilder. Zwar ist der Trend zu älteren Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern unverkennbar. Aber die beiden sind Ausnahmeerscheinungen. Von daher spricht weiter nichts dagegen, dickbäuchig dem Ball nachzujagen. Auch wenn es hier und da mal zwickt.

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