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Engagiert wie immer. Pal Dardai arbeitet für den Klassenerhalt mit Hertha BSC. Foto: imago images/Matthias Koch
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Hertha BSC im Abstiegskampf Jetzt sind andere Qualitäten gefragt

Es ist kein Automatismus, dass Hertha gegen die Teams unten gewinnt, weil Hertha gegen die Teams oben verliert. Ein Kommentar

Vier Spiele, zwei Tore, ein Punkt, letzter Platz in der Rückrundentabelle. Eine magere Bilanz seit Pal Dardais Rückkehr auf den Cheftrainerposten. Trotzdem sieht alles irgendwie hoffnungsvoll aus.

Die Mannschaft kämpft und holt sich Komplimente für die Leistungen gegen die zuletzt sehr formstarken Gegner ab. Die Stimmung wirkt gelöst, und von Abstiegsangst ist nichts zu spüren. Es sind ja auch noch zwölf Spiele.

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Allerdings ist es kein Automatismus, gegen die Mannschaften von unten zu gewinnen, nur weil man gegen die Teams von oben gut aussieht. Auch wenn Hertha BSC unbestritten über hohe individuelle spielerische Qualität verfügt, weiß Dardai, dass im weiteren Saisonverlauf ganz andere Qualitäten gefragt sein werden.

Wenn Hertha in der Liga bleiben will - um mehr geht es schon lange nicht mehr - braucht die Mannschaft Siege in den Spielen gegen die vier direkten Konkurrenten (Köln, Bielefeld, Mainz und Schalke), die allesamt in den letzten sechs Spielen der Saison anstehen. Da ist Nervenstärke gefragt und es bedarf ordnender Autoritäten auf dem Platz. Es ist daher richtig, dass Dardai auf die Achse Jarstein, Stark und Khedira baut und in der aktuellen Phase noch experimentiert, wer zu ihnen am besten passt.

Es wird aber auch darauf ankommen, ob es Dardai gelingt, dass sich Spieler wie Cunha, Lukebakio oder Guendouzi in die neue Hierarchie eingliedern und ihr wahres Leistungsvermögen abrufen können. Denn gerade sie, die vermeintlich besten Fußballer der Mannschaft, sind es gewesen, die durch katastophale Fehler im Defensivverhalten und mangelhafte Chancenverwertung Hertha erst auf die Verliererstraße gebracht haben.

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