Stark im Abschluss: Der Berliner Johan Koch (l) spielt gegen den Magdeburger Piotr Chrapkowski (r). Foto: Ronny Hartmann/dpa
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Handball Die Füchse gewinnen gegen Erzrivalen SC Magdeburg

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Die Füchse Berlin setzen ihre Siegesserie fort und holen sich den sechsten Sieg ausgerechnet beim Lokalrivalen, dem SC Magdeburg. Am Ende steht es 27:25.

Die Füchse Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim SC Magdeburg gewonnen. Am vierten Advent setzte sich die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic mit 27:25 (11:12) beim SC Magdeburg durch. Für die Berliner war es wettbewerbsübergreifend bereits der sechste Sieg in Serie, fünf davon gab es allein im Dezember. Dank des jüngsten Erfolgs verkürzten die Füchse den Rückstand auf den SCM und Bundesliga-Tabellenplatz vier auf zwei Punkte und krönten eine Woche, die mit dem Einzug ins Pokalhalbfinale schon erfolgreich begonnen hatte.

Vor 6600 Zuschauern in der ausverkauften Magdeburger Arena war von Beginn an richtig Musik im Spiel. Für den Vorweihnachts-Klassiker gegen den Lieblingsfeind aus Berlin hätten die Gastgeber das wenige Fußminuten entfernte, neu gebaute Fußball-Stadion des FC Magdeburg füllen können: entsprechend giftig und aufgeheizt war die Atmosphäre unter denjenigen, die ein Ticket ergattert hatten. SCM-Coach Bennet Wiegert benötigte handgestoppte 96 Sekunden, um sich eine Verwarnung wegen Reklamierens und erhöhter Aktivität an der Seitenlinie einzufangen.

Die Füchse ließen sich zunächst anstecken von dieser Hektik; sie benötigten acht Minuten, ehe ihnen in Person von Bjarki Elisson der erste Treffer gelang. Mit fortwährendem Verlauf gewannen die Berliner aber mehr und mehr an Sicherheit; der Abwehrverbund verrichtete gegen wuselige, schnelle Magdeburger Schwerstarbeit und konnte sich wie gewohnt auf die allerletzte Absicherung verlassen: Nationaltorhüter Silvio Heinevetter bestätigte an alter Wirkungsstätte seine Galaform der vergangenen Wochen und Monate. Beim 10:8 durch Hans Lindberg gingen die Berliner erstmals an diesem Nachmittag mit zwei Treffern in Führung. Angetrieben von Michael Damgaard und Kreisläufer-Maschine Zeljko Musa kämpften sich die Magdeburger aber ins Spiel zurück und gingen mit einem knappen Polster in die Pause (12:11).

Auch nach dem Seitenwechsel wogte die Begegnung hin und her. Auf Berliner Seite übernahm Paul Drux immer mehr Verantwortung und riss das Spiel an sich. Knapp drei Wochen vor der WM in Deutschland kommt der 23-Jährige, auf dem so viele Hoffnungen ruhen, nach auskurierter Außenband-OP immer besser in Fahrt. Auch Hans Lindberg, der kurz nach der Pause und völlig untypisch für ihn zwei hundertprozentige Chancen ausgelassen hatte, erreichte nun langsam Betriebstemperatur: eine Viertelstunde vor Schluss traf der Däne zum 20:16 und brachte die Arena zumindest für einen kurzen Augenblick zum Verstummen. In der Schlussphase ließen sich die Gäste diesen Vorsprung nicht mehr nehmen und spielten die Uhr souverän herunter. Kurz vor Schluss sah Mijajlo Marseinic nach einem überharten Einsteigen gegen Michael Damgaard noch die Rote Karte. Da war das Spiel allerdings längst gelaufen. Bester Berliner Werfer waren Bjarki Elisson und Hans Lindberg (jeweils sieben Tore).

Bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag geht es für die Füchse weiter. Dann empfangen sie in der Max-Schmeling-Halle den HC Erlangen (16 Uhr).

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