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Für die Füchse läuft es zurzeit nicht Ungeschlagen war einmal

Die Erfolgsserie der Füchse ist vorbei. Statt Erholung geht es am Dienstag nach Presov.

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Intensive Punkteteilung in Stuttgart. Statt einer Pause geht es für Lasse Andersson und sein Team international weiter. Foto: imago Vergrößern
Intensive Punkteteilung in Stuttgart. Statt einer Pause geht es für Lasse Andersson und sein Team international weiter. © imago

Anstatt sich am Morgen nach dem Spiel wie gewohnt auszulaufen, ging es für die Füchse in den Flieger. Erst nach Wien, dann nach Kosice und schließlich mit dem Bus nach Presov, wo am heutigen Dienstag die nächste Begegnung in der European League ansteht (20.45 Uhr/Dazn). Acht Stunden Reisezeit – Regeneration sieht anders aus.

Dabei wäre Erholung nach dem körperlich anspruchsvollen Spiel in Stuttgart am Sonntag bei den Berlinern sicher gern gesehen. Dank einer kämpferischen Schlussphase schaffte es das Team von Trainer Jaron Siewert, noch ein 32:32 zu erzielen und einen Punkt mitzunehmen.

Die Erfolgswelle in der Bundesliga ist abgeebbt, auf 23 ungeschlagene Begegnungen folgten zwei Niederlagen und ein Unentschieden. „Vielleicht waren wir noch nicht da, wo man uns hingelobt hat“, hatte Vorstand Sport Stefan Kretzschmar nach den Niederlagen gegen Flensburg und Magdeburg angemerkt.

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Dennoch: Mit sechs Minuspunkten rangieren die Füchse punktgleich mit Meister Kiel und Vizemeister Flensburg auf Platz drei der Bundesliga-Tabelle – einzig der SC Magdeburg ist momentan verlustfrei an der Spitze. Doch was den SCM derzeit zur Übermacht aufsteigen lässt, ist nicht nur eine mit Spielwitz und individuellen Stärken geprägte Mannschaft, sondern auch eine verletzungsfreie.

Auf der anderen Seite musste Kiel zwischenzeitig ohne Leistungsträger wie Sander Sagosen und Steffen Weinhold antreten, lief Flensburg nur mit halbem Rückraum auf. So gut ein Kader auch aufgestellt sein mag, bei der Fülle an Terminen und dem regelmäßig hohen Anspruch durch die Gegner steckt das kein Team weg. Das sieht bei den Füchsen nicht anders aus. Durch die Ausfälle von Marko Kopljar und Viran Morros war das Abwehrzentrum ausschlaggebend geschwächt. Zusätzlich fehlen mit Paul Drux und Fabian Wiede zwei wichtige Entscheidungsträger im Angriff, sodass der Spielfluss häufig einer statischen Isolation weichen musste.

„Man merkt, dass wir in dieser Konstellation noch nicht so oft trainiert haben und dadurch mehr Individualhandball spielen“, sagte deshalb Jacob Holm, dem es derzeit zusammen mit seinem dänischen Landsmann Lasse Andersson wohl am ehesten gelingt, die in der Offensive entstandene Lücke zu schließen.

Da sich an der Verletztenliste in Presov nichts ändern wird, wird Holm wieder besonders gefragt sein. Danach hat die Mannschaft immerhin bis Sonntag Zeit, bevor die nächste Partie terminiert ist. Zeit für Regeneration und auch für die Rückkehr einiger Verletzter.

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