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Viktoria will die Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden. Foto: Koch/Imago
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Finaltag der Amateure im Pokal Altglienicke will Viktoria ärgern – und glaubt auch daran

Charlotte Bruch

Am bundesweiten Finaltag der Amateure kommt es im Berliner Pokal zum Endspiel zwischen Drittliga-Absteiger Viktoria 89 uud der VSG Altglienicke.

Auf dem Papier trennt sie in dieser Saison eine Liga. Das wird sich nach der Sommerpause ändern, wenn Viktoria Berlin, das gerade aus der Dritten Liga abgestiegen ist, wieder in der Regionalliga Nordost an den Start gehen wird. In dieser Klasse hat die VGS Altglienicke in dieser Saison den vierten Platz belegt, ganz so groß ist der Unterschied in der Theorie also nicht, sodass im Finale des Berliner Pokals durchaus ein spannendes Duell erwarten werden darf. Anpfiff ist am Samstag um 12:15 Uhr im Mommsenstadion.

„Sie haben auch jetzt noch Drittliganiveau, wie ich finde, auch wenn sie abgestiegen sind“, sagt Karsten Heine, Cheftrainer von Altglienicke, über den Gegner und sieht das Duell mit dem Team von Farat Toku als eine „reizvolle Aufgabe“.

In diesem Jahr wird es das erste Mal sein, dass alle 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihre Pokalendspiele an einem Tag austragen, am sogenannten Finaltag der Amateure. Dieser soll ein Festtag für den deutschen Fußball werden, bei dem in diesem Jahr auch endlich wieder Zuschauer*innen zugelassen sein werden.

Begleitet wird die siebtmalige Auflage des Finaltages mit einer siebenstündigen Livekonferenz in der ARD, bevor dann am Abend als Höhepunkt das DFB-Pokalfinale zwischen RB Leipzig und dem SC Freiburg im Olympiastadion stattfinden wird.

Der Sieger ist nächste Saison im DFB-Pokal dabei

Während bei Altglienicke die Vorfreude groß ist, dürfte sie bei Viktoria noch etwas getrübt sein. Toku hatte in der vergangenen Woche einiges an Aufbauarbeit leisten müssen, nachdem der Abstieg in die Regionalliga am letzten Samstag nach nur einem Jahr in der Drittklassigkeit endgültig besiegelt wurde. Er gab daraufhin seinen Spielern erstmal zwei Tage frei, um sich davon sowohl mental als auch physisch ein wenig zu erholen.

Nun könnte man denken, dass nur sieben Tage nach einem Abstieg die Motivation für ein Pokalspiel etwas gedämpft sei, doch angesichts dessen, dass der Gewinner in der kommenden Saison DFB-Pokal spielen darf, dürfte auch bei Viktoria der Ehrgeiz geweckt sein.

Hinzu kommt, dass sie noch eine Rechnung offen haben mit Altglienicke, denn es ist die Neuauflage des Endspiels des Berliner Landespokals von 2020, in dem die Volkssportler sich mit einem satten 6:0-Erfolg gegen die damals ebenfalls in der Regionalliga spielende Viktoria den Titel sichern konnten.

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Davon möchte Heine, der vor zwei Jahren auch schon Trainer der VSG war, aber nichts mehr wissen und sieht den Gegner leicht im Vorteil: „Viktoria hat individuelle Qualität, in einem Pokalendspiel würde ich die Chancen trotzdem immer bei 50:50 sehen. Aber uns ist schon klar, dass wenn Viktoria ihre PS auf die Straße bringt, es für uns sehr schwer wird. Wir müssen da sein, wenn sie schwächeln.“

Während der Pokalsieg für Altglienicke das „Sahnehäubchen“ einer laut Heine guten Saison wäre, könnte Viktoria Berlin die schwierige Spielzeit wenigstens mit einem positiven Erfolg abschließen. Beide Teams werden also aus einer völlig unterschiedlichen Ausgangslage heraus in die Partie gehen, sich leistungstechnisch aber durchaus auf Augenhöhe begegnen.

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