Penalty geht auch. Berlins Thomas Oppenheimer gegen Nürnbergs Andreas Jenike. Foto: Daniel Karmann/dpa
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Eisbären zu Gast in Nürnberg Ein Spiel für den Kopf

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Die Eisbären haben Nürnberg in der laufenden DEL-Saison noch nicht besiegt – das soll sich beim Topspiel am Sonntagnachmittag ändern.

Die Nürnberg Ice Tigers sind einzigartig in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Sie sind in dieser Saison gegen die Eisbären noch ungeschlagen – kein anderer Klub kann eine solche Bilanz gegen das Team von Uwe Krupp vorweisen. Dreimal traten die Franken bisher gegen die Berliner an, dreimal verließen sie das Eis am Ende als Sieger. Am Sonntag kommt es in Nürnberg zum vierten und letzten Vorrundenduell (17 Uhr, live bei Sport 1). Es könnte richtungsweisend sein im Kampf um Platz zwei nach der Hauptrunde. Denn aktuell liegen die Ice Tigers nur noch einen Punkt vor den Eisbären.

„Nürnberg spielt aus einer sicheren Defensive, ist gefährlich bei Kontern und spielt sehr konstant“, sagte Krupp am Freitag nach dem Training. Allerdings hatte der bisher in dieser Saison sehr heimstarke Tabellenzweite zuletzt in eigener Halle so seine Mühe. Aus den vergangenen vier Spielen vor eigenem Publikum holten die Ice Tigers vergleichsweise überschaubare vier Punkte. Zudem gab es am Freitag ein 2:5 bei den Iserlohn Roosters. Die Chance, am Sonntag etwas Zählbares mit nach Berlin zu nehmen, stehen für die Eisbären also gar nicht so schlecht.

Nürnberg hat zuletzt zwei Spiele nacheinander verloren

Allerdings hatten auch die Berliner jüngst ein paar Probleme. Gegen Köln und Wolfsburg zeigten sie jedoch aufsteigende Tendenz – mal abgesehen von den letzten drei Minuten beim 3:2 am Dienstag zuhause gegen die Grizzlys. „Gegen Wolfsburg haben wir im ersten und zweiten Drittel vielleicht unser bestes Heimspiel in dieser Saison gezeigt“, sagte Krupp. Seither konnte er seine am Freitag spielfreie Mannschaft auf die Ice Tigers vorbereiten. Personell kann er dabei aus dem Vollen schöpfen. Einzig Florian Busch fehlt aufgrund seiner Schädelprellung weiterhin.

Die Sache mit der Gegneranalyse könnte auch in ein paar Wochen noch einmal bedeutsam werden. Denn die Frage, ob es wirklich besser ist, die Hauptrunde als Zweiter statt als Dritter zu beenden, hat Uwe Krupp für sich noch nicht endgültig entschieden. Als Dritter nämlich kennt die Mannschaft ihren Gegner in den Playoffs viel früher, während der Zweite warten muss, wer sich in den Pre-Playoffs durchsetzt. Und vom Leistungsvermögen dürften die Unterschiede zwischen dem Hauptrundensechsten oder -siebten ohnehin marginal sein.

„Wir wissen, wie die Tabellensituation ist“, sagt Krupp in diesen Tagen immer wieder. Duelle gegen Nürnberg sind für ihn vor allem deshalb wichtig, weil seine Spieler daran nur wachsen können. Wenn sie Nürnberg noch überholen und in einer möglichen Halbfinalserie gegen die Ice Tigers den Heimvorteil hätten, wäre das ein hübscher Nebeneffekt. Wenn nicht – und das betonte Krupp zuletzt immer wieder – würde er sich darüber auch nicht endlos den Kopf zerbrechen. Daher dürfte es am Sonntag für die Eisbären vor allem darum gehen, den Nürnbergern ihr Alleinstellungsmerkmal zu nehmen – und sie endlich einmal zu besiegen.

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