Fußball-WM 2018

Wichtiger Treffer. Thomas Oppenheimer (r.) war Wegbereiter zum Führungstor in Köln. Foto: dpa
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Eisbären gegen Wolfsburg Alles auf Unter- und Überzahl

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Platz drei haben die Eisbären fast sicher. Trotzdem wollen die Spieler von Trainer Uwe Krupp ein paar elementare Dinge unbedingt verbessern.

In Köln gab es am Sonntag eine Szene, die symptomatisch war für das Spiel der Eisbären bei den Haien. Thomas Oppenheimer erkämpfte sich vor dem 1:0 den Puck an der eigenen blauen Linie. Sein Zweikampf gegen den Kölner Verteidiger Corey Potter zeigte die ganze Entschlossenheit der Berliner, die anders als bei den drei Niederlagen zuletzt gerade in den direkten Duellen voll dagegenhielten. Am Ende war der 3:1-Sieg in Köln hochverdient, weil vor allem die Defensive wieder funktionierte. 17 Gegentore hatten die Eisbären zuvor in drei Spielen kassiert, das kann die beste Offensive nicht kompensieren.

Damit der Fokus auf das Wesentliche zurückkehrt, hatten die Berliner ein außerordentliches Meeting noch am Samstag in Straubing abgehalten. "Wir haben ein paar Dinge angesprochen, wo wir meinten, dass wäre wichtig. Auch um bei ein paar Sachen wieder Klarheit zu schaffen", berichtet Thomas Oppenheimer. An sich ist es nicht verwunderlich, wenn eine Mannschaft in einer langen Saison auch mal einen Durchhänger hat – zumal die Eisbären tabellarisch als Dritter mit jetzt 18 Punkten Vorsprung auf Platz vier in einer komfortablen Situation sind. Aber die Saison ist noch nicht vorbei, die Konzentration muss hochgehalten werden. "Wir wollen nicht unbedingt aufs Ergebnis schauen, sondern an unserem Spiel arbeiten. Damit wir immer besser werden bis Saisonende und dann bereit sind für die heiße Phase", sagt Oppenheimer.

Noch vier Spiele bis zur Olympia-Pause

Am Dienstag haben die Eisbären dafür die nächste Gelegenheit. Nach vier Auswärtsspielen am Stück gibt es endlich wieder ein Heimspiel. Gegner sind die Grizzlys Wolfsburg (19.30 Uhr, Arena am Ostbahnhof), die als Vierter derzeit nur zehn Punkte Vorsprung auf Platz zwölf haben und zuletzt am Sonntag beim 5:8 gegen Ingolstadt im letzten Drittel sechs Treffer kassierten. Für Wolfsburg steht eine Menge auf dem Spiel, die Lage ist eine komplett andere als für die Eisbären. Aber mit Teams, die praktisch um Alles spielen, hatten die Berliner zuletzt so ihre Schwierigkeiten. Allerdings war das auswärts, zuhause sind sie 2018 bisher noch ungeschlagen – auch wenn es erst zwei Spiele vor eigenem Publikum gab.

Wolfsburg eingerechnet, sind es insgesamt nur noch vier Spiele bis zur Olympia-Pause. "Die wollen wir am besten alle gewinnen", sagt Oppenheimer. Das könnte viel einfacher werden, wenn die Eisbären ihre Special Teams endlich in den Griff bekommen. Die Statistik der Deutschen Eishockey-Liga weist das Team von Uwe Krupp als drittschlechtestes im Powerplay und zweitschlechtestes im Penalty Killing aus. Im neuen Jahr gab es bisher nur zwei Treffer in Überzahl, dafür neun Gegentore in Unterzahl. Auch in Köln fiel der einzige Gegentreffer mit einem Mann weniger auf dem Eis, dazu gaben die Berliner bei eigenem Powerplay einige Konterchancen ab.

Trotzdem sagt Oppenheimer: "Wir haben uns auch gute Chancen im Powerplay herausgespielt. Da müssen wir weiter dran bleiben, dann wird es irgendwann besser." Gar nicht auszudenken, was in dieser Saison für die Eisbären möglich ist, wenn das tatsächlich klappen sollte.

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