Abgeräumt. Die Berliner (in blau) besiegen die Gäste aus Krefeld dann doch noch deutlich. Foto: Imago/Nordphoto
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Eisbären Berlin siegen 6:3 Am Ende wird es deutlich

Die Berliner müssen sich gegen die Krefeld Pinguine lange quälen. Ein Neuzugang trifft direkt, Trainer Richer ist der Vorsprung auf Platz elf egal.

Lange hatte es am Sonntag für die Eisbären Berlin nach einem herben Rückschlag im Kampf um die Pre-Playoff-Teilnahme in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ausgesehen. Gegen die Krefeld Pinguine lagen sie im letzten Drittel zurück, die fünfte Heimniederlage in Folge drohte. Es hätte eine besonders fatale werden können, wären die auf Tabellenplatz elf geführten Gäste doch bis auf zwei Punkte an die Eisbären herangerückt. Doch nach 60 Minuten in der mit 14.200 Zuschauern ausverkauften Arena am Ostbahnhof durften die Berliner jubeln: In einer furiosen Schlussviertelstunde schossen sie vier Tore und siegten am Ende mit 6:3 (1:1, 1:2, 4:0).

„Wir sind bei unserem Plan geblieben, und im letzten Drittel ist das Glück auf unsere Seite gekommen“, sagte Coach Stéphane Richer. Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde beträgt der Abstand zum Elften nun acht Punkte. Für den Trainer ist das aber noch lange kein Grund zur Erleichterung: „Der Vorsprung ist egal“, sagte er. „Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern von Spiel zu Spiel. Mal sehen, wo wir am Ende stehen.“

Erst im Schlussabschnitt wird es deutlich

Tatsächlich hatten sich die Eisbären auch am Sonntag lange schwer getan. Zwar machten sie viel Druck, hatten bei den schnellen Gegenangriffen der Krefelder aber immer wieder große Probleme. So gingen die Gäste durch Daniel Pietta in Führung, Neuzugang Austin Ortega konnte mit seinem ersten DEL-Tor ausgleichen. Auch im zweiten Drittel rannten die Eisbären an, während die Krefelder geschickt konterten: Travis Ewanyk traf für die Gäste, Jamie MacQueen glich für die Eisbären im Powerplay aus. Erneut Pietta sorgte postwendend dafür, dass die Berliner mit gehörigen Sorgen in den Schlussabschnitt gingen. 

Da schafften sie es endlich, die gefährlichen Angriffe der Gäste weitgehend zu unterbinden – und ihre Chancen zu nutzen. Florian Kettemer traf zum Ausgleich, MacQueen sorgte mit seinem zweiten Tor für die erstmalige Führung, als die Berliner in doppelter Überzahl spielten. Marcel Noebels und wiederum Ortega krönten die Energieleistung mit weiteren Toren.

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