Erfahren, nicht alt. DuPont ist mit 38 Jahren einer der Leader im Team. Foto: Christian Thiel/Imago
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Eisbären Berlin Micki DuPont ist jetzt der Alterspräsident

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Verteidiger Micki DuPont ist mit 38 Jahren der älteste Spieler im Team der Eisbären. Am Freitag ist er an alter Wirkungsstätte beim EV Zug gefordert.

Micki DuPont musste grinsen. Als „Elder Statesman“ ist der 38-Jährige Eisbären-Verteidiger vermutlich noch nicht so häufig in seinem Leben bezeichnet worden. Aber da DuPont seit dem Abgang von Torwart Petri Vehanen neuerdings der älteste Profi im Kader des Berliner Eishockey-Klubs ist, trifft es das durchaus ganz gut. DuPont hat in seiner Karriere viel erlebt – nicht nur bei den Eisbären, sondern auf vielen seiner Stationen. Die Rolle als Ansprechpartner für die Neuzugänge aus Nordamerika ist da noch eine seiner leichteren Übungen. „Logisch zeige ich den Jungs zum Beispiel die Restaurants, in die wir gehen. Das macht Spaß, genau wie mit ihnen auf dem Eis zu stehen“, sagt DuPont. Nur wenn die Jüngeren über Dinge wie aktuell angesagte Videospiele fachsimpeln, „dann kann ich da nicht mehr mitreden“, erzählt er und zuckt dabei lachend mit den Schultern.

Sobald es um den kommenden Gegner in der Champions Hockey League (CHL) geht, kann Micki DuPont allerdings schon noch ein paar Takte beisteuern. Zwei Saisons spielte er einst beim EV Zug und hat noch heute gute Erinnerungen an seine Zeit beim Schweizer Erstligisten. „Gerade das erste Jahr da war toll. Dazu ist Zug eine schöne Stadt, in der ich gern gelebt habe“, sagt er. Es gibt sogar noch den ein oder anderen Kollegen, mit dem er zwischen 2008 und 2010 zusammengespielt hat im aktuellen Kader des EV.

Die Eisbären müssen ab sofort auf Marcel Noebels verzichten

Viel Zeit, die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zu genießen, wird DuPont allerdings diesmal nicht haben. Und schließlich steht beim Gastspiel in Zug (Freitag/19.45 Uhr) auch das Sportliche im Vordergrund. Und da haben die Eisbären ein bisschen was aufzuholen. Nach den beiden Heimniederlagen zum Auftakt der CHL am vergangenen Wochenende eben gegen Zug (3:5) und Kometa Brno (2:3) sind die Berliner gefordert. Insbesondere in Zug gibt es dabei eine klare Aufgabenstellung. „Wir müssen diesmal von der Strafbank wegbleiben und dann können wir sie hoffentlich im Fünf gegen Fünf schlagen“, sagt Micki DuPont. Sollte es gegen Zug doch wieder hart zur Sache gehen, dann sind DuPont und seine Kollegen in Unterzahl wenigstens schon eingespielt.

Im Tor der Eisbären wird am Freitag Marvin Cüpper sein Comeback nach Verletzung geben. Weiterhin nicht dabei sind die angeschlagenen André Rankel, Frank Hördler und Florian Busch. Auch Marcel Noebels wird fehlen, der Stürmer steigt am Sonntag ins Flugzeug Richtung Nordamerika und versucht sich im NHL-Team der Boston Bruins einen Platz zu erkämpfen. Cedric Schiemenz und Charlie Jahnke rücken dafür in den Berliner Kader für die CHL nach.

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