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Die Ampel steht weiter auf Grün für die Frankfurter Eintracht. Foto: Imago
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Eintracht Frankfurt und RB Leipzig im Halbfinale Die Europa League ist jetzt ein Cup der Gewinner

Frankfurt und Leipzig machen es vor: Wer die Europa League als Chance begreift und nicht als lästige Pflichtaufgabe, kann sich selbst belohnen. Ein Kommentar.

Es gibt dieses legendäre Zitat von Franz Beckenbauer, der den Uefa-Cup einmal als „Cup der Verlierer“ bezeichnete. Inzwischen ist Franz Beckenbauer beim FC Bayern nur noch Ehrenpräsident und der zweitwichtigste kontinentale Fußballwettbewerb nennt sich längst Europa League.

Und in der haben es zwei deutsche Klubs ins Halbfinale geschafft. War RB Leipzig gegen Atalanta Bergamo aufgrund der gegensätzlichen Formkurven beider Teams durchaus als Favorit in das Duell gegangen, traf das für Eintracht Frankfurt gegen den großen FC Barcelona sicherlich nicht zu.

Für die Frankfurter ist der vermeintliche Verlierer-Cup seit Jahren ein absoluter Hauptgewinn. Wenn sie dürfen, pilgern die Fans in Scharen mit ihrem Team durch Europa. In Barcelona sollen es nun 30.000 Eintracht-Anhänger gewesen sein, die überwiegend in Weiß gekleidet erst durch die Straßen der katalanischen Metropole zogen und später das Camp Nou erhellten.

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Die Frankfurter nehmen die Europa League als das an, was sie ist: Eine Chance für den Klub, sich internationales Renommee zu erspielen und den Fans ein Erlebnis zu bescheren. Nun scheint selbst der Titelgewinn nicht mehr ausgeschlossen, der Sieg im Uefa-Cup 1980 war der bisher einzige Erfolg der Eintracht auf europäischer Bühne. Damals errungen in einem rein deutschen Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Möglich also, dass sich Geschichte in gewisser Weise wiederholt.

Die Bayern wären wahrscheinlich froh, wenn sie in dieser Saison noch die Chance auf einen internationalen Titel hätten so wie sie es 1996 waren, als sie den Uefa-Cup gewannen. Trainer der Münchner war damals übrigens – Franz Beckenbauer.

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