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Bei den Winterspielen in Pyeongchang 2018 ging Nordkorea zum Teil gemeinsam mit dem Süden an den Start - etwa in einem Eishockeyteam bei den Frauen. Foto: imago/Sven Simon
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Eine bedenkliche Nachricht Nordkorea entfernt sich weiter von der Restwelt

Nordkorea wird nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Angeblich aufgrund der Pandemie. Das ist allerdings kaum zu glauben. Ein Kommentar.

Nordkorea wird nicht an den Olympischen Spielen von Tokio teilnehmen. Das ist eine Absage, die weder die sportliche Qualität noch die Stimmung bei der Veranstaltung in Japan treffen wird. Wenn sich die offizielle Begründung der Diktatur dann auch so mir nichts dir nichts glauben lassen würde, wäre das Thema schnell beendet. Angeblich sagt Nordkorea aus Vorsicht vor der Pandemie ab.

Wäre verständlich, vielleicht sogar löblich, ist allerdings kaum zu glauben. Vielmehr ist es wohl so, dass sich Nordkorea weiter von der Restwelt entfernt als es 2018 noch der Fall war.

Damals ging der Staat zum Teil gemeinsam mit dem Süden an den Olympischen Start bei den Winterspielen von Pyeongchang – etwa in einem Eishockeyteam bei den Frauen.

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Gut, es war eine seltsame temporäre Vereinigung, besonders auf den Zuschauerrängen. Da wirkten die Staatsfans wie aufgezogene Marionetten. Und klar gab es einen politischen Hintergrund für die Show: Es gab infolge der Spiele Gespräche und Treffen zwischen Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump. Doch seit 2019 liegen die Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis.

Nordkorea hat sich weiter isoliert und die Nachricht von der Absage ist zu dem Zeitpunkt, an dem Tel Aviv und Berlin erwägen, mit der Veranstaltung von Olympia 2036 ein Zeichen der Gemeinsamkeit zu setzen, keine Mut machende Nachricht – sondern eine bedenkliche Nachricht.

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